Meerverliebt. #Meerparade

Über den Beitrag „Nebenan“ auf dem Blog Frische Brise bin ich auf die Blogparade „Mein Text zum Meer“ vom Jazzblog gestoßen. Über das Meer habe ich hier schon zwei Mal geschrieben. „Das Meer. Mein Meer.“ und „Los, raus! Das Meer ist aufgewacht!„. Trotzdem kann ich es nicht lassen, noch ein paar Worte zu finden.

Meerverliebt. Das ist wohl der Begriff, der mich am besten beschreibt. Wenn man meerverliebt ist, muss man auch sturmerprobt sein. Oder genau das lernen. Das Meer ist ab und an wie die Liebe – lange Zeit ruhig und gemütlich, aber manchmal ohne Vorwarnung höchst gefährlich. Berechenbar ist nichts. Und genau das liebe ich. Das Meer sieht immer anders aus, ist jedes Mal etwas verändert. Die Schaumkronen, die bei Sturm über den Deich kriechen. Das Watt, was immer dann gerade zu sehen ist, wenn man Besuchern das Meer zeigen möchte. Das Strandgut, was nach einer Sturmflut die Wasserlinie am Deich zeichnet…

Beim Sturm auf dem Deich stehen. Sich kaum auf den Beinen halten können. Der wind lässt die Augen Tränen. Die Lippen schmecken nach kurzer Zeit salzig. Die Haare sind vollkommen verwuschelt. Die Kleidung flattert laut. Es rauscht in den Ohren. Die Stimme kommt nicht über die Lautstärke des Meeres. Dann schlägt mein Herz besonders schnell. Ein Lächeln im Gesicht. Meerverliebt.

Schmetterlingseffekt.

Das mit den Berührungen ist so eine Sache. Ich kann das nicht. Oder nicht immer. Muss aber. Und das musste ich lernen.

Als sich mein Freundeskreis außerhalb der Schule aufbaute, war es einfachf so üblich, jeden zur Begrüßung und zur Verabschiedung zu umarmen. Ganz kurz, machmal auch etwas länger – kam ganz drauf an. Das war für mich anfangs sehr schwer. Wenn es gar nicht ging, wussten aber zum Glück alle Bescheid. Ich brauchte nur kurz ein Handzeichen machen und es war auch ohne Umarmung alles gesagt.

Diese Art der Begrüßung mag ich inzwischen sehr. Meine Schwiegereltern machen das auch, wenn wir sie sehen. Es ist einfach viel herzlicher, als alles andere. Ich kannte das einfach nicht. Bei uns in der Familie wird das nicht so gemacht. Maximal die Hand geschüttelt.

Beim Abteilungswechsel Anfang des Jahres änderten sich auch die Rituale. Wurde in der alten Abteilung maximal eine Begrüßung gemurmelt, wird hier das Händeschütteln morgens und nachmittags praktiziert. Generell habe ich da kein Problem mit. Aber am Anfang war für mich wieder eine sehr große Überwindung da.

Ich achte stets und ständig darauf, niemanden zu berühren. Beim Einkaufen in der Schlange, bei der Fahrt im ÖPNV, wenn ich mich hinsetze, wenn ich bezahle, wenn ich irgendwo durchlaufen muss. Manchmal geht es nicht anders. Manchmal wird es schnell zu viel. Wie bei einem Schmetterling, wenn man die Flügel berührt. Ab und zu bin ich Schmetterling. Ab und zu Fledermaus. Dann macht mir das alles nichts aus.

So richtig.

Wir sind morgen genau 6 Wochen verheiratet. Und was soll ich sagen? Es ist absolut wundervoll. Wenn ich vom Liebsten spreche, muss ich bei jedem „mein Mann“ schmunzeln. Nach außen hin. Innen in mir ist jedes Mal ein wenig Party. Er ist mein Mann! Ich bin seine Frau! Das ist so toll. So verdammt toll.

Wir haben inzwischen fast alle Fotos und ich liebe es, die Bilder anzuschauen. Oft sitze ich dann davor und muss ein, zwei Tränchen wegblinzeln. Was ich mit den Bildern anstellen möchte, weiß ich noch nicht so recht. Unsere Großeltern und Eltern sollen zu Weihnachten Fotoalben bekommen. Richtige, mit eingeklebten Bildern. Also werde ich mich bald ans Bilder aussuchen machen und wenn wir die Fotos in besserer Qualität haben, bestellen. Sortieren. Einkleben. Heulen. Knutschen. Glücklich sein. Mit ihm.

Wir sind jetzt eine Familie. So richtig.

Hochzeitsplanungen #8.

Uff. So viel ist schon passiert, so viel ist jetzt ins Rollen gebracht.

#Einladungen: Drei Stück habe ich noch, aber da wissen diejenigen alle, dass sie eingeladen sind. Ein schicke ich per Paket noch unterwegs, eine werde ich diese Woche persönlich abgeben. Nummer drei wird wohl die Einladung erst zur Hochzeit bekommen. Mal sehen. Vielleicht kann da auch die Schwester Kurier spielen. Absagen haben wir bisher erst eine – plus ein vielleicht bei meiner Tante, da sie noch ins Krankenhaus muss vorher.

#Tische: Nehmen immer mehr Gestalt an. Rotes Tischpapier, darauf schwarzer Tüll. Rote und schwarze Servietten, abwechselnd. Teelichtgläser mit schwarzem Deko-Sand. Auf den Plätzen ein kleines Giveaway. Das hat meine wunderbare Traumzeugin vorgeschlagen und ich bin Feuer & Flamme.

#Deko: Ballontrauben sollen es noch werden. Momentan überlege ich, wie viele wohl passen. Wenn ich das weiß, werden Luftballons bestellt. Und: Verschlüsse! Alle zuknoten möchte ich wirklich nicht. Dazu bin ich angefangen, Fledermäuse für Girlanden auszuschneiden. Außerdem gefällt mir die Idee von Pompoms und Wabenbällen auch sehr gut. Wobei es natürlich auch nicht zu viel werden darf. Vielleicht beschränken wir uns auf Pompons und Girlanden. Zu den Ballontrauben.

#Polterabend: Ich bin mehr und mehr davon überzeugt, das bei meinen Eltern zu machen. Bei schlechtem Wetter ist es einfach besser, eine Garage + Gartenhaus + überdachte Terrasse zu haben. Wie viele Leute genau kommen, weiß ich nicht. Aber bestimmt mehr, als wir jetzt auf dem Zettel haben.

#Papierkram: Meine Abschrift ist da, auf die vom Liebsten warten wir inzwischen zwei Wochen. Da wird jetzt aber noch mal nachgefragt. Zeit drängt.

#Getränke: Eigentlich wollte ich Getränke auf Kommission kaufen. Nach einem Gespräch mit meinen Eltern bin ich jetzt davon ab. Auch gut. Damit geht jetzt das Angebote überwachen los und das Einkaufen. Ich hoffe, ich kann diese Woche noch die Mengen ungefähr klären. Damit auch die Met-Bestellung losgeschickt werden kann.

#Essen: Ist bestellt. Zwei Wochen vorher werden wir noch mal genaueres besprechen und die Personenzahl angeben. Für Vegetarier und Veganer ist auch gesorgt. Ungeklärt ist noch der Punkt Hochzeitstorte. Zum Dessert gibt es ja eigentlich drei verschiedene Dinge in kleinen Glasschälchen. Aber irgendwas zum Anschneiden wäre auch nicht schlecht.

#Zeitplanung: Haben meine Traumzeugin und ich Freitag in Angriff genommen. Scheint soweit auch ganz gut durchdacht zu sein. Ich werde das noch mal aufschreiben, wenn ich es auch in Papierform geschrieben habe.

#Übernachtung: Unsere Freunde aus Berlin haben mit Freudnen aus Hamburg zusammen eine Ferienwohnung genommen – sie bleiben sogar bis Sonntag <3 Dafür schlafen dann die Eltern des Liebsten bei uns.

#Frühstück: Gibt es am Samstag bei meinen Eltern. Für alle, die noch da sind. Irgendwann gegen Mittag, denke ich. Hihi.

Es läuft. So langsam haben wirklich alle begriffen, dass das unser Ernst ist. Für meine Eltern habe ich inzwischen auch die richtige Strategie gefunden, um unseren Plan so durchzusetzen, wie wir das wollen. Immer nur Kleinigkeiten erwähnen und zeigen, was wir alles schon fertig haben. Dann gibt Tipps und Ratschläge, die auch wirklich was bringen. Und sie freuen sich. Das sieht man. Und das freut mich sehr.

Da bleibt nur noch eins zu sagen: Aufgeregt. Ich bin so unglaublich aufgeregt. Vermutlich platze ich kurz vorher vor Aufregung. (Nur gäbe es dann keine Hochzeit mehr und das wäre, nun ja, sehr schade.)

24.

Mit 24 möchte ich:
+ Mittelaltermärkte besuchen
+ zum Mera Luna fahren
+ umziehen
+ heiraten
+ nur mit dem Liebsten in den Urlaub fahren
+ dem Herzwunsch ein Stückchen näher kommen
+ mehr auf mich achten
+ Weihnachten Zuhause verbringen
+ ein Wikinger-Zelt bauen
+ so oft wie möglich in den Armen des Liebsten einschlafen

Mein Geburtstag war toll. Ein Großteil meiner Lieblingsmenschen waren bei mir und ich hatte viele liebe Anrufe. Auch mit 24 bin ich noch aufgeregt vor meinem Geburtstag und freue mich sehr auf den Tag. Ich hoffe, genau dieses Kirbbeln geht nie weg.