November & Dezember 2013.

Das ging alles so schnell, ich habe nicht mal realisiert, dass der November vorbei war. Ich bin eigentlich auch noch nicht im Dezember richtig angekommen, da is er schon vorbei.

Worüber habe ich mich gefreut?
+ beim Bahnfahren Zeit für mich gehabt
+ viele Serienepisoden gesehen
+ über Weihnachten Zeit mit meinem Mann verbracht
+ tolle Geschenke
+ die Reaktionen auf unsere Geschenke
+ Andeutungen der Eltern und Schwiegereltern, dass doch Enkelkinder echt toll wären…
+ eine Wohnung, die für mich jetzt wirklich ein Zuhause ist
+ Kuschelstunden mit unserer Katze

Worüber habe ich mich geärgert?
+ freiwillige Arbeit als selbstverständlich hinzunehmen
+ Kollegen, die ihre eigene freie Zeit über meine freie Zeit stellen
+ über mich selbst, am 23. 12. mal eben kurz was einkaufen zu wollen. Mittags.

Weswegen war ich traurig?
+ die zweite Katze wieder abgeben zu müssen
+ die dritte Woche Schulung nicht antreten zu können
+ bei Freunden krank gewesen zu sein
+ nicht richtig in Weihnachtsstimmung gekommen zu sein
+ weil ich gemerkt habe, wie sehr meine Oma abbaut
+ nur ein Tag frei über Weihnachten

Was habe ich gebastelt/genäht/gekocht/gebacken?
+ Adventskalender für meine Eltern
+ eine Mütze für mich
+ Cheese Fries – so lecker
+ Kekse, Ausstechplätzchen und Crinkle Cookies
+ einen Kuchen im Kuchen
+ Baileys Cheesecake
+ Baileys Pralinen
+ Tiramisu & Apfeltraum
+ Cake Pops

Im realen Leben auch.

Im Internet mit anderen zu hibbeln ist toll. Wahnsinnig toll. Aber wisst ihr, was noch toller ist? Bei meiner Freundin auf dem Sofa zu liegen und mit ihr darüber zu sprechen. Über sie. Über mich. Über eine dritte Freundin. Man könnte sagen, das passiert einfach, wenn alle ungefähr gleich alt sind. Nun ja. Sie ist 39, ich bin 24, die dritte Freundin ist 30.

Wir warten alle drei auf ein kleines Wunder. Drei kleine Wunder. Hier würden sich sechs Menschen sehr freuen, wenn ihr euch auf den Weg macht. Und noch viele mehr.

Fernweh vs. Sehnsucht.

Auf der Suche nach dem aktuellen Aufenthaltsort einer Schulkollegin wanderten meine Gedanken mal wieder zum Thema Fernweh umher. Sie ist momentan in Kapstadt. Meine innere Stimme sagte dazu einfach: Oh, wie schön – das ist bestimmt aufregend da. Mehr nicht.

Direkt nach dem Abi habe ich mit meiner Ausbildung angefangen. Bin in meinem Heimatort geblieben und habe kein FSJ, Au Pair oder sonstwas gemacht. Ich wollte immer erst eine Ausbildung machen, bevor ich mir Gedanken um die Welt mache. Nach der verkürzten Ausbildung dann der Ein-Jahres-Vertrag. Und noch einer. Den ich aber nur für ein halbes Jahr brauchte – ab 01.08.13 bin ich offiziell fest angestellt. Beim Bund. Also muss ich mir um meinen Arbeitsplatz einfach keine Gedanken mehr machen.

Jetzt überlegte ich wieder. Was macht eigentlich mein Fernweh? Die Lust, andere Länder zu erkunden? Sie ist da, keine Frage. Ganz klein schlummert sie in mir. Sie hat sich verändert. Ihre Wünsche sind nicht mehr Asien, Amerika, Australien. Eher Holland, Kroatien, Schweden, Norwegen, Spanien. Und auch nicht jetzt sofort. Sondern mit Familie.

Die Sehnsucht hat das Fernweh verändert. Die Sehnsucht nach Familie ist einfach so viel größer. Und seit sie nicht mehr an mir nagt, sondern langsam immer aufgeregter flattert, ist es noch viel schöner geworden. Die Hochzeit ist in greifbarer Nähe. Unsere neue Wohnung auch. Der Vertrag ist unterschrieben.

Bald, ganz bald.

Umzug #2.

Eigentlich war das nicht als Serie geplant, aber es gehört ja zusammen.

Die ersten Kündigungsbestätigungen sind schon eingetrudelt und die Wohnungsgenossenschaft hat nach viel hin und her einen Termin zur Vorbesichtigung bekommen. Ich bin sehr gespannt, was da so auf uns zukommt. Momentan streiten wir auch ein bisschen über ein Stück Rasen, welches eigentlich nicht zu unserer Wohnung gehört. Dementsprechend mähen wir es nicht. Der andere Mieter aber auch nicht. Nun ja. Halber Meter Gras. Das wird bestimmt noch lustig, wenn der Typ dann bei uns ist.

Dafür habe ich gestern unseren Mietvertrag mit dem neuen Vermieter durchgesprochen und er erzählte dabei noch, dass sie an der Terasse letztes Wochenende Sichtschutzelemente gebaut haben. Wie toll ist das bitte?

Im Kopf richte ich die Wohnung schon ein. (Und bau sie dann wieder um, damit ein Kinderbett Platz hat.) Wir werden dann im Wohnzimmer Platz für einen Sessel haben – da hätte ich dann gerne einen Poäng. Ebay Kleinanzeigen ist schon jetzt mein Freund.

Nach unserem Urlaub werde ich dann auch anfangen, einzupacken. Bisher sind schon ein paar Bücher in eine Kiste gehüpft, die nicht mehr warten konnten. Die Vorfreude ist so groß. Auch wenn das noch ein ganz eigenes Abenteuer wird, alles dorthin zu bringen.

Zeit, die rennen möchte.

Wenn ich öfter bloggen würde, müsste ich jetzt nicht so viel auf einmal schreiben. Nun ja, was raus muss, muss raus.

#Frauenarzt: Am 31.10. war ich dort, um mir einen Termin und ein neues Rezept zu holen. Termin bekam ich dann schon für den 31.01. Ich ärgerte mich erst ein wenig, dass ich dann im Januar wieder Praxisgebühr zahlen müsste – das hat sich ja zum Glück erledigt. Die Wartezeiten auf Termine sind hier abolut normal, für dieses Jahr hätte ich nur noch einen vormittags bekommen können und dann sitze ich nun mal 30 km entfernt bei der Arbeit. Es gibt auch nur die eine Praxis, immerhin mit inzwischen zwei jungen Ärztinnen. Als ich das Rezept dann einlösen wollte, bekam ich erst mit, dass meine Internetapothele jetzt nicht mehr 12 € günstiger ist. Na toll. Gibt wohl mal wieder irgendein blödes Gesetz. In der Apotheke gefragt – „Ich hätte hier ein Reimport, ist 10 € günstiger… Oh, nicht verfügbar.“ Grml. Nun ja. Das hoffentlich letzte mal die vollen 74 € bezahlt. Der Plan ist, im Januar dann noch ein 3-Monatsrezept zu bekommen und dann… War es das erst mal. Hui. Ein-zwei-drei Monate darf mein Körper sich dann wieder auf ein Leben ohne Pille einstellen und dann werden wir ja sehen, was so passiert.

#Vertrag: Freitag habe ich meinen zweiten befristeten Vertrag unterschrieben. Damit bin ich jetzt bis zum 26.01.14 hier angestellt. Aus verschiedenen Ecken bekam ich zu hören, dass am im April vielleicht schon auf unbefristet umgestellt wird. Abwarten und Tee trinken. In die neue Abteilung komme ich dann zum Jahreswechsel.

#Hochzeit: Ich habe mit verschiedenen Menschen über die Standesamt-Situation hier gesprochen. Bei uns im Ort ist es wohl nicht so schön, von der Örtlichkeit her. Aber eigentlich wäre es doch schön und auch praktisch es hier zu machen. Mal sehen. Und zumindest im Nachbarort nehmen sie das mit der 6-Monats-Regal nicht so genau, sondern man kann sich schon gleich im Januar anmelden. Da muss ich hier noch mal nachfragen.

# Hochzeitskleid: Es wid wohl was Richtung Reifrock – mehr weiß ich noch nicht. Meine liebste Trauzeugin wird dann auch Reifrock und Walle-walle-Kleid tragen – und der Liebste erzählte, seine Mutter hätte dann auch gern etwas in die Richtung. Aww <3

#Babytraining: Unser Katzenbaby hält uns gehörig auf Trab und gewöhnt uns schon mal an Schlafunterbrechungen. Und ausschlafen am Wochenende, wenn die Kleine sonst um halb sechs morgen Futter bekommt? Niemals! Dann verhungert sie doch! (Da sollten wir uns noch was überlegen…)

#Weihnachten: Ich habe mich ein wenig mit meiner Brother beschäftigt und endlich die kleinen Pyramiden-Säckchen genäht, bei denen letztes Jahr die Maschine meiner Mama aufgegeben hat. So süß und so schnell gemacht. Mal sehen, wie viele ich davon noch fabriziere. Außerdem habe ich gestern noch ein paar Geschenke eingepackt und Ideen aufgeschrieben. Ich freu mich so sehr auf die nächste Zeit.

#WW: Ich habe mich jetzt dort online angemeldet und zähle fleißig Punkte. Einmal schwimmen die Woche gehe ich sowieso schon, eventuell werde ich bald wieder zum Training gehen und meine Rettungsschwimm-Fähigkeiten ein bisschen auffrischen. Dafür muss ich aber erst mal ein bisschen fitter werden, noch würde ich denen hinterherschwimmen. Aber das Ziel ist da und auch schon angesprochen. WW für sich klappt schon ganz gut. Am Anfang war es wie „Essen neu lernen“ – ich war so furchtbar verunsichert, was denn jetzt überhaupt in welcher Menge noch okay ist. Das lerne ich jetzt wieder. Oder überhaupt. Stück für Stück. Ich bin gespannt, wie das im Urlaub klappt, aber die fünf Tage sollte das auch gehen. Ich habe ja mein Hochzeitskleid als Ziel.

Noch etwas zur Überschrift: Es ist so ein Gefühl. Als wenn die Zeit neben mir auf der Stelle trippelt und nur losgelassen werden möchte. Aber jetzt darf bitte alles in gemäßigter Geschwindigkeit gehen. Ich möchte diese Zeit genießen. Mit dem Liebsten und unseren Familien.