Die Sache mit dem Ex.

Die Beziehung zu meinem Liebsten ist erst die zweite längere Beziehung, die ich habe. Die Person davor hat mir am Ende so richtig das Herz gebrochen. Es zerfetzt. Ich war Wochen, nein eigentlich schon Monate, zu nichts zu gebrauchen. Habe auf eine zweite Chance gehofft. Hatte doch irgendwie auf eine tolle Zukunft gebaut. Aber für ihn war ich nicht das, was er für mich war. Es lief vieles verkehrt damals und ich gab ihm viel mehr, als ich zurück bekam. Aber es reichte mir, ich war schließlich unheimlich verliebt. Er war zwei oder drei Mal mit zu Feiern in meinem Freundeskreis. Ich nie bei seinem. Er lernte ein paar meiner Freunde kennen, auch meine damals beste Freundin. Mit der er nach mir zusammen war. Natürlich ist erst danach. Als wir zu dritt zu einem Konzert fuhren, hat er sie neben mir geküsst. Es tat so weh.

Jede normale Frau hätte vermutlich den Kontakt abgebrochen. Zu beiden. Ich habe es nicht getan. Schließlich war sie eigentlich meine beste Freundin. Und er kannte mich besser als jeder andere. Den Rest des Jahres hatten wir noch recht häufig Kontakt. Das Jahr darauf auch. Man traf sich auf Konzerten, Festivals, bei Clubbesuchen. Halb zufällig. Dieses Jahr habe ich ihn nach losem SMS-Kontakt zu Pfingsten das letzte Mal gesehen. Keine SMS mehr, keine andere Nachricht.

Und es tut mir gut. Ich möchte nicht mehr an das erinnert werden, was er (und auch meine ehemalige beste Freundin) mir angetan haben. Nicht mehr nach Außen lächeln und innerlich die Fragen stellen, die mich so sehr beschäftigen.

Es hat lange gedauert, bis der Liebste mich wieder zu einem ganzen Menschen gemacht hat. Er hat jede einzelne Scherbe meines Herzens wieder aufgesammelt und verbunden. Zu einem Herzen, das nur ihm gehört.

Mit ihr habe ich noch losen Kontakt – aber man trifft sich nur noch sporadisch. Sie lebt ihr Leben komplett anders als ich meins. Das ist okay. Aber wer sich nicht um eine Freundschaft kümmert, muss damit rechnen, dass sie irgendwann einschläft.

(Das hier ist mal ein bisschen Vergangenheitsbewältigung – was aufgeschrieben ist, ist raus aus meinem Kopf.)

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