Abgestillt.

Schluss, aus, vorbei.

Lange habe ich gestillt – ziemlich genau 18 Monate. Das war eine wundervolle Zeit mit viel kuscheln, Nähe und Geborgengenheit. Ich schrieb in den letzten Monatsberichten schon, dass ich immer weniger stillte. Das ging teilweise von mir, teilweise vom Wolf aus. Ab einem bestimmten Punkt wollte ich auch nicht mehr. Er kratzte, biss und kasperte nur noch rum. Nachts war es zwar für mich ziemlich bequem, aber dafür hat sich jetzt auch eine andere Lösung gefunden.

Einige Zeit stillte ich den Kleinen nur noch im Bett. Das erste, was wegfiel, war das Stillen morgens. Eine kleine Kuscheleinheit reichte. Abends ließ er sich immer häufiger von seinem Papa ins Bett bringen und irgendwann wollte ich das auch. Neben ihm sitzen, zuschauen wie seine Augen zufallen und dann rausschleichen. Ein paar Tage fand er das zwar nicht so toll und beschwerte sich durch Ziehen an meinem Shirt oder wütendes Gebrüll. Zwei Minuten später war es dann auch okay, ihm den Rücken zu kraulen. So klappt das Einschlafen jetzt auch. (Er schläft seit er nicht mehr stillt deutlich besser…)

Natürlich war das recht plötzliche Abstillen teilweise ganz schön schmerzhaft – drei Wochen musste ich immer wieder kleine harte Stellen etwas ausstreichen und massieren. Richtigen fiesen Milchstau oder gar Entzündung hatte ich zum Glück nicht. Inzwischen ist die Milch komplett weg und ich kann so einige der alten BHs wieder tragen – sofern sie ohne Push-Up sind. Die sind jetzt zu klein.

Es war eine schöne Stillzeit und ich bin wirklich froh, dass ich keine Flaschen zubereiten musste. Er isst zwar noch recht wenig und nur ausgesuchte Dinge, aber satt wird er zum Glück.

Kleiner Wolf, auch wenn ich dadurch nie lange weg bleiben konnte – ich habe dich sehr gerne gestillt.

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