3 Jahre kleiner Wolf.

Wow, wie schnell ist bitte dieses Jahr an uns vorbei gezogen? Du bist jetzt schon drei!
Arztbesuche: U7a erfolgreich bestanden. Alles gezeigt und gesagt, was du solltest. Wobei du lieber die Bilder von der Wand erklären wolltest, als die vom Zettel. Wunderbar entwickelt bist du! Dieses Jahr warst du zum Glück nicht so häufig krank. Bisschen Fieber zwischendurch, mit Scharlach. Leider auch ein Medikamenten Exanthem, aber das hatten wir zum Glück schnell im Griff.

Tagsüber: Das mit meiner Vollzeit-Stelle hatte sich schnell eingespielt. Dein Papa bringt dich in den Kindergarten und ihr habt da einen richtig schönen Ablauf gefunden. Seit wir rausgefunden haben, dass es dir im Schlafraum einfach zu laut war, hast du deinen Mittagsschlaf wieder draußen in der Karre gemacht. Viel entspannter für uns alle! Wobei es jetzt langsam auf Abschaffung hinaus läuft. Manchmal möchtest du einfach nicht schlafen. Du hast dann irgendwann einen kleinen Durchhänger, schaffst es aber immer besser bis abends.

In den Nächten: In den letzten Wochen sind wir noch eine Stufe weiter gekommen. Abends ziehst du dir deine Hose und deinen Pulli aus und wir gehen aufs Klo. Mal mit mir, mal mit Papa. Wickeln, Schlafanzug anziehen, Zähne putzen. Du suchst dir ein Buch aus und ins Bett gekuschelt lesen wir. Kuscheln, knutschen, vom Tag erzählen. Papa rufen. Mich aus dem Bett werfen. Mit Papa das Schlaflied singen. Du hast seit ein paar Wochen eine Lampe direkt am Bett. Manchmal schaust du noch ein Buch an und machst dann das Licht aus. Oder schläfst bei Licht ein. Wir schleichen uns abends rein und schalten es aus. Du kommst immer seltener zu uns nachts. Dafür ist dann morgens dein Licht wieder an. Es scheint dir genug Sicherheit zu geben.

Essen: Alles probieren, was wir essen. Besonders das, was du eigentlich nicht essen sollst. Du bist eine kleine Schokoschnute, Gummibärchen sind nicht so dein Fall. Obst in Form von Quetschies. Ab und an etwas Banane. Phasenweise hast du tatsächlich ein ganzen Brot gegessen, aber wirklich leer werden nur deine Joghurts. Du holst dir inzwischen alles selber aus dem Kühlschrank. Neueste Vorliebe: Milka Philadelpia und Pommbären. Nicht zusammen.

Unterwegs: Den Buggy nutzen wir noch immer sehr viel. Ich kaufe gerne zu Fuß ein, kann dich aber an der Hauptstraße und auch im Laden nicht laufen lassen. Dann bist du weg. Wenn wir mit deinem Papa unterwegs sind, darfst du mehr laufen. Wobei du auch gerne auf seinen Schultern sitzt. Die Strecke zum Kindergarten ist auch kein Problem und in Skagen bist du sogar vom Parkplatz bis zur Spitze gelaufen. Das ist echt schön.

Gelernt: Sooooo viel! Du redest uns in Grund und Boden. Öffnest die Autotür. Machst den Beamer aus. Stellst deinen Hocker vors Klo. Ziehst dich aus. Schneidest Dinge aus. Baust mit den Schienen. Baust mit richtigem Lego! Singst das Schlaflied mit. Oder alle anderen Lieder aus dem Kindergarten. Schaust dir Fotos auf Omas Handy an, startest dort auch die Videos. Räumst dein Geschirr aus der Spülmaschine. Telefonierst wie ein Profi. Wächst als digital Native auf – lineares Fernsehen findest du merkwürdig.

Familie: Zwei Wochen nur mit Mama geht auch. Sogar bei Oma hast du jetzt wieder mal geschlafen. Dir fehlt deine Tante, aber die kommt in zwei Wochen nach 3 Monaten endlich wieder. Nach einer Woche Urlaub mit deiner Cousine und deinem Cousin vermisst du sie ganz ordentlich.

Kleiderkiste: 98/104 ist noch immer die Größe der Wahl. Im Sommer passten die ganzen kurzen Checkerhosen prima. Ein paar Jacken in 98 hab ich aussortiert. Aber Schneeanzug müsste eigentlich noch passen. Zumindest der Softshellanzug passt prima und auch die Matschklamotten. Aufgestockt habe ich die Zahl der Hosen, vielleicht möchtest du es bald mal ohne Windel probieren? Deine Halbschuhe haben jetzt Größe 25, die Gummistiefel auch. Eigentlich erwarte ich demnächst einen Sprung in den Größen. Mal abwarten, Winterstiefel in 27 haben wir noch.

Wir mit dir: Unser geliebter Wolf, das war schon ein sehr emotionales Jahr. So viel muss sich erst finden – und du hast uns immer wieder gezeigt, wie schön alles doch sein kann. Du tust vorallem deiner Uroma so gut! Ich liebe es einfach, dich spielen zu sehen, mit dir zu reden, dich zu kraulen. Vieles konnte ich die ersten Jahre gar nicht richtig fühlen, umso schöner ist es jetzt.

Happy Birthday, großer Wolf!

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