Polterabend.

Geladen war zu um 18 Uhr, die meisten Gäste trudelten zwischen 18 und 19 Uhr sein. Fabians Arbeitskollegen waren die ersten und ließen es krachen. Gepoltert wurde zwischen dem Haus und der Garage, im überdachten Gang. Wie sehr das schepperte, muss ich hier nicht erwähnen, oder? Alle Gäste mussten hier durch – reinschleichen ging also nicht. Wir bekamen schon an diesem Abend tolle Geschenke. Vom Schulkollegen des Liebsten gab es einen Korb mit verschiedenen selbstgemachten Lebensmitteln – Pflaumenwein, Chutney, Marmelade – sehr lecker. Von unseren allerbesten Fotografen wurden wir mit zwei Regenschirmen ausgestattet – in Herzform! Damit wurden später noch einige Fotos gemacht.

Mit unseren Tabletts mit Kurzen wanderten wir immer wieder durch die Gästeschar und mussten natürlich mit jedem mehrfach anstoßen. Meine Großeltern waren auch anwesend, sie unterhielten sich viel mit den Eltern des Liebsten. Warum es Flensburger Bier gab, obwohl wir in Dithmarschen feiern? Weil der Liebste aus Flensburg zu mir gezogen ist.

Es gab Würstchen vom Grill mit selbstgemachtem Kartoffelsalat, Nudelsalat und Kräuterbaguette. Ich hatte den ganzen Tag kaum was gegessen und war sehr froh, als dann etwas im Magen war und der Alkohol nicht so durchknallte.

Gegen zehn mussten wir das erste Mal fegen. Mein Ohren klingelten schon nach wenigen Minuten. Ungefähr zehn Minuten haben wir gefegt, in den Eimer gefüllt, die Mülltonne rangeholt, wieder zusammen gefegt, Stücke in die Mülltonne geworfen, gefegt, den Besen gesucht, die Schaufel gesucht, wieder gefegt. Dann war die Mülltonne weg. Und tauchte etwas später komplett mit Packetklebeband versehen wieder auf.

Also verschoben wir das auf später und zogen uns zurück an den Teich. Dort wurden wir nicht lange allein gelassen. Einer meiner Kollegen wollte unbedingt einen Flensburger-Polterabends-Brauch vollziehen. Dazu wird die Hose des Bräutigams verbrannt und mit einer Flasche Korn vergraben. Außerdem werden die Schuhe der Braut an den Schuppen genagelt. Aus verschiedenen Gründen wurden nach einigen Diskussionen meine Schuhe verbrannt und mit einer Flasche Korn verbuddelt. Am 11. September 2014 wird diese dann ausgegraben und getrunken. Prost!

Danach leerte sich unser Garten etwas. Die Gäste von weiter weg machten sich langsam auf den Heimweg. Wir fegten erneut und konnten die Scherben wirklich in die Mülltonne werfen. Zum Schluss saßen wir mit zehn Leuten auf der Terrasse und planten die nächsten Tage. Unsere beste Fotografin war auch Pompom-Meisterin und verteilte kurzerhand an alle Anwesenden noch nicht aufgefluffte Pompoms. Betrunken die Dinger fluffen klappt voll gut.

Gegen eins wurden noch die Getränke soweit in die Garage geräumt und wir nach Hause gebracht. Dort zeigten wir noch unsere Wohnung und vielen dann sehr kaputt ins Bett.

Schön war es!

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