21+6. Kleines Wolfskind.

Letzten Freitag war ich bei 21+2 zum großen Organultraschall. Am Tag davor rief die Praxis an und fragte, ob ich eine halbe Stunde früher kommen konnte. Was mich irritierte – sie riefen auf dem Festnetz an. Die Nummer hatten sie doch gar nicht? Tja, sie hatten meine Handynummer nicht richtig übertragen und dort fehlte eine Zahl. Deswegen hatten sie bei meiner Oma angerufen und sie hat dann unsere Festnetznummer rausgegeben. Sowas geht auch nur auf dem Land… und mit einem seltenen Nachnamen. Tatsächlich gibt es in der Schreibweise nur 4 Patienten, meine Oma, Mama, Schwester und mich. Die MFA entschuldigte sich am Freitag dann auch noch mal, aber sie wusste genau, dass ich gerne den Termin bei „meiner“ Ärztin haben wollte und diese musste früher weg. Es war also wirklich okay. (Meine Oma rief natürlich auch noch an und sprach wieder so vorfreudig von ihrem Urenkelkind – Herzkribbeln bei mir.)

Also. Der Termin. Freitag um 12 Uhr. Morgen auf der Arbeit hatte ich mal wieder die Kloschüssel umarmt – immerhin vor dem Frühstück. Weiterhin versucht genug zu trinken, Urinprobe war gerade so möglich. Der Blutdruck war deutlich niedrigen als sonst, aber ich weiß ja auch warum. Insgesamt habe ich inzwischen 3 Kilo zugenommen. Gepiekst wurde ich auch, sie hatten bei der letzten Blutuntersuchung die falschen Werte bestimmt lassen. Tja nun. Dann durfte ich warten, warten, warten…

Und endlich rein. Das übliche Vorgeplänkel, Erbrechen und das man so leider nichts dagegen machen kann, Beckenschmerzen erstmal beobachten und ob ich denn im allgemeinen ordentlich essen könnte, ich hätte bisher ja nun noch nicht so viel zugenommen. Jupp, kann ich. Mach ich auch. Dann kurz auf den Stuhl – alles fein und wieder angezogen. Endlich: Ultraschall! Ich war die letzte Patientin und die Ärztin nahm sich richtig Zeit alles mehrfach zu kontrollieren und war sichtlich mit guter Laune dabei. Sie musste sehr grinsen, als sie anfing. Unser Zirkusbaby hat in einer Tour gegen den Schallkopf getreten – mich kitzelte das auch sehr. Kopfumfang ist 18 cm, Länge 25 cm und das Gewicht momenten  360 Gramm. (Mein Mann, als ich ihm das erzählte: 3 1/2 Tafeln Schokolade – wow!)

Ich war sehr fasziniert, wie genau die Ärztin in unser kleines Wunder schauen konnte. Alles ist wunderbar zeitgerecht entwickelt. Diese wunderschöne kleine Wirbelsäule <3 Ich habe eine Hinterwandplazenta, deswegen wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis auch mein Mann die Turnübungen fühlen kann. Und gezappelt wurde nicht nur bei der Untersuchung ordentlich. Eigentlich ist hier immer nur dann Ruhe, wenn jemand die Hand auf den Bauch legt, hihi. Ein Foto gab es – aber damit wäre auch ein Outing verbunden und das Geschlecht vom Zirkusbaby behalten wir erstmal für uns. Was wir nicht wirklich sehen konnten, war das Gesicht. Da hat sich jemand richtig schön in die Plazenta gekuschelt und war fotoscheu. Die Ärztin suchte sich restlichen Werte zusammen und erklärte mir, was sie so maß. Ich konnte eigentlich nicht mehr aufhören zu grinsen, weil es jetzt so richtig echt ist. So richtig richtig.

Wieder in der Wohnung zeigte ich meinem Mann mit einem Grinsen das Bild und nach fünf Minuten blättern in einem nordischen Mythologie-Buch stand dann auch der Name für unseren kleinen Wolf fest. (Der Einffachheit halber schreibe ich Wolf und nicht Wolf/Wölfin – es gibt sowohl männliche als auch weibliche Formen von Wolfsnamen ;))

Die ein oder andere Träne habe ich inzwischen verdückt – bald bist du bei uns auf der Welt, kleiner Wolf <3
Wir freuen uns so sehr auf dich.

Ein Gedanke zu „21+6. Kleines Wolfskind.

  1. Meinen herzlichen Glückwunsch euch beiden! Ich finde es sehr spannend, die Erlebnisse anderer werdender Mamis zu lesen. Ich kenne auch eine kleine Wölfin – Ylva – und finde diesen Namen so toll. Bin gespannt, ob ihr einen kleinen Wolf oder eine kleine Wölfin erwartet 🙂 Alles Gute für euch!

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