1. Monat kleiner Wolf.

Wow, jetzt bist du schon vier Wochen und drei Tage bei uns. Das ging so verdammt schnell – wobei ich mir ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen kann.

Arzt- bzw. Hebammenbesuche: Die Hebamme kommt jetzt schon in deutlich längeren Abständen und im Grunde nur noch für mich. Sie war von Anfang an begeistert von dir und du mochtest auch schon schnell bei ihr auf dem Arm liegen, wenn sie mich untersucht hat oder mir Übungen gezeigt hat. Vor drei Tagen war die U3 – du wächst wunderbar und deine Hüfte ist genau so, wie sie sein soll. Bisschen gelb bist du noch immer – aber dank meines alten Untersuchungsheftes weiß ich jetzt auch, dass ich sogar unter der Lampe lag deswegen. Der Kinderarzt erinnerte sich sogar an mich – ich war eine seiner ersten Patienten.

Tagsüber: Wir schlafen länger als dein Papa und kuscheln morgens gerne noch ein wenig. Meist verbringst du dann etwas in der Federwiege, während ich unter die Dusche hüpfe oder im Haushalt rumwusele. Ganz neu ist jetzt, dass du dich auch mal auf einer Decke ablegen lässt. Das geht erst seit 1-2 Tagen. Meist aber auch nur für ein paar Minuten. Wenn dein Papa da ist, macht ihr erstmal Blödsinn. Wenn du satt bist, kuschelt dich Papa in der Ergobaby in den Schlaf und ich habe noch mal etwas Zeit für mich. Kurz einkaufen oder Kuchen backen oder duschen geht so prima.

In den Nächten: Du schläfst neben mir. Schlafsäcke sind absolut grauenvoll und auch deine Kuscheldecke wird weggestrampelt. Also liegst du mit unter meiner Decke – wobei ich nur halb zugedeckt bin und nur noch mit langärmligen Oberteilen schlafe. Du wirst meist gegen 1,4 und 8 Uhr wach und hast Durst.

Stillen: Das klappt wirklich prima. Anfangs hast du mir ordentlich weh getan, wenn du andockst – vom Gefühl her hast du richtig zugebissen. Das geht inzwischen. Nachts trinkst du immer eine Seite bis du satt bist, tagsüber meist beide. Wobei du ein schneller Trinker bist. Nach maximal einer halben Stunde sind wir in den meisten Fällen fertig. Mir macht es auch nichts mehr aus, unterwegs zu stillen. Im Restaurant und im Auto haben wir schon getestet – geht alles. Nur zu kalt darf mir nicht werden.

Unterwegs: Ob Trage, Tuch, Kinderwagen oder Babyschale – hauptsache du bist satt und es bewegt sich. Dann ist alles super und du ratzt schnell sein.

Gelernt: Seit heute quietscht du. Einfach so. Das ist unglaublich niedlich. Genau wie dein Lächeln – was du mir gerne schenkst, wenn wir stillen. Natürlich läuft dir dann Milch aus dem Mund, aber das ist okay. Es ist so bezaubernd, dich lächeln zu sehen. Du nimmst jeden Tag mehr von deiner Umwelt wahr. Alles was leuchtet zieht momentan deinen Blick an. Mit deinen großen Augen schaust du uns immer wieder so niedlich an. Grimassen schneiden kannst du auch wie ein Weltmeister – aber bei den Genen ist das auch kein Wunder. Du bist unglaublich neugierig – und hältst dein Köpfchen schon recht lange alleine. Ach, nicht nur Schlafsäcke sind doof – auch Socken und Hosen mit Füßchen. Aber da musst du nun mal mit leben.

Familie: Du kennst jetzt schon einen Großteil deiner Verwandschaft – und hast sie alle verzaubert. Egal wo wir hinkommen – du bist der Mittelpunkt. Dein Opa mag dich gar nicht mehr weggeben, wenn du in seinem Arm schläfst und die Waffel-Uroma blüht so auf, wenn wir sie besuchen.

Kleiderkiste: Du füllst die Klamotten in 50 jetzt richtig aus – nächste Woche kann ich die bestimmt aussortieren. Windeln in Größe 2 trägst du schon zwei ungefähr zwei Wochen – Größe 1 lief dann doch immer wieder etwas aus.

Wir mir dir: Kaum vorstellbar, wie das Leben ohne dich war, kleine Ratzerübe. Du gehörst einfach genau hier zu uns. Wie schnell sich der Tagesverlauf angepasst hat. Als hätten wir nur auf dich gewartet – was wir im Grunde ja auch haben.

Wir lieben dich sehr, kleiner Wolf <3

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