Das neue Kleid.

Am Donnerstag war ich spontan zum Ohrenarzt – durfte dann noch ein wenig durch die Gegend spazieren, weil das Wartezimmer so voll war. Ich steuerte also Family an – eigentlich um nach Kindersachen zu schauen. Aber es gab an dem Tag gerade 20% auf Damenbekleidung und dann hing da dieses Kleid… Ich huschte damit in die Umkleidekabine und probierte es an. Das war der erste Moment seit der Geburt, in dem ich mich richtig als Frau und nicht als Mutter fühlte. Der Ausschnitt ist sehr dehnbar, stillen ist also kein Problem.

kleid

Neu, neu, neu.

Es geht mir jetzt einen Monat nach der Geburt jeden Tag besser. Wobei das auch gefährlich ist – ich überschätze mich doch noch. Zu viel im Haushalt sollte ich nicht in die kurze Zeit quetschen, wenn der kleine Wolf beim Liebsten ist. Das gibt dann noch die Quittung. Körperlich ist die Rückbildung der Gebärmutter schon lange abgeschlossen und ich mache auch schon die ersten Übungen für den Beckenboden, die mir die Hebamme zeigt. Eigentlich kann ich es kaum erwarten, wieder ins Schwimmbad und ins Fitnessstudio gehen zu können. Wir haben keine Waage bzw ist die Waage beim Umzug in die Abseite gekommen und dort liegt sie noch. Letzen Mittwoch bei meinen Eltern bin ich dort mal auf die Waage – von den 12 kg, die ich in der Schwangerschaft zugenommen habe, sind noch 3 kg da. Das ist okay. Die Kilos, die sich seit der Hochzeit angesammelt haben, ignoriere ich noch. Wobei ich eigentlich hauptsächlich wieder sporteln möchte, damit mein Rücken wieder schmerzfreier wird. Der fängt seit der Geburt langsam wieder an zu zicken und das möchte ich gerne unterbinden. Auch im Hinblick darauf, dass ich gerne weiter tragen möchte.

Mit jedem Tag komme ich eigentlich wieder ein Stück besser klar. Zwei Wochen nach der Geburt ging so gar nichts. Ich habe mich mit meinem Kugelbauch unglaublich hübsch gefühlt – und der war ja nun weg. Noch dazu Hormone im freien Fall – uurgh. Nach Gesprächen mit meinem Mann und der Hebamme, geht es jetzt. Ich hatte, gerade durch meine Vorgeschichte, schon Angst vor Wochenbettdepressionen. Aber bisher sieht es nicht danach aus. Zum Glück.

Die Schwangerschaftsstreifen auf meinem Bauch fangen langsam an zu verblassen – gerade die Streifen mag ich sehr. Sie zeigen, was da in mir war und ich weiß, dass sie nie ganz weg gehen werden. Das ist mehr als okay. Nächste Woche Mittwoch ist mein Nachsorgetermin bei der Frauenärztin, mal sehen was sie mir noch so erzählt. Eventuell hat sie auch noch mehr Adressen für Rückbildungskurse – bisher müsste ich 30 Minuten fahren. Das gefällt mir noch nicht so wirklich.

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