11+4.

Wie lange bin ich schwanger?
11 Wochen und 4 Tage.

Arztbesuche?
Keine. Das Schilddrüsenzeugs scheint aber anzuschlagen. Hab noch Rennie besorgt, bisher nicht gebraucht.

Was war schön letzte Woche?
Geburtstag meiner Oma mit Treffen der Familie und Besuch bei den Schwiegereltern. Außerdem das Kettcar-Konzert!

Was vermisse ich?
Eis.

Was macht mein Körper?
Übel, übel, übel. Immer so in Wellen. Und dann ist es wieder weg. Wenn ich niesen muss, habe ich jedes Mal das Gefühl, spucken zu müssen. Ätzend ist das. Trockene, juckende Stellen an den Wangen. Teilweise kratze ich da nachts ziemlich stark.

Worauf habe ich besonders Heißhunger?
Meistens ist es eher „Essen, sofort! Salzig!“ oder „Essen, sofort! Süß!“, aber letzte Woche war es dann doch auch wieder Pommes, Kinder Country und Haribo Balla Stix – die blauen.

Was geht so gar nicht?
Bratwurst. Ich vermisse auch Hummus sehr, aber das geht auch gar nicht.

Was haben wir vorbereitet?
Zwei weitere Regale sind umgezogen und ich habe eine Decke fürs Zirkuskind gekauft. Das war mir ziemlich wichtig, der Wolf bekam auch recht früh eine.

Worüber freue ich mich?
Ich merke den Babybauch schon. Das hat letztes Mal so viel länger gedauert. Außerdem freut es mich, dass so viele in meiner Umgebung auch schwanger sind.

Was macht der Bauch?

Abgestillt.

Schluss, aus, vorbei.

Lange habe ich gestillt – ziemlich genau 18 Monate. Das war eine wundervolle Zeit mit viel kuscheln, Nähe und Geborgengenheit. Ich schrieb in den letzten Monatsberichten schon, dass ich immer weniger stillte. Das ging teilweise von mir, teilweise vom Wolf aus. Ab einem bestimmten Punkt wollte ich auch nicht mehr. Er kratzte, biss und kasperte nur noch rum. Nachts war es zwar für mich ziemlich bequem, aber dafür hat sich jetzt auch eine andere Lösung gefunden.

Einige Zeit stillte ich den Kleinen nur noch im Bett. Das erste, was wegfiel, war das Stillen morgens. Eine kleine Kuscheleinheit reichte. Abends ließ er sich immer häufiger von seinem Papa ins Bett bringen und irgendwann wollte ich das auch. Neben ihm sitzen, zuschauen wie seine Augen zufallen und dann rausschleichen. Ein paar Tage fand er das zwar nicht so toll und beschwerte sich durch Ziehen an meinem Shirt oder wütendes Gebrüll. Zwei Minuten später war es dann auch okay, ihm den Rücken zu kraulen. So klappt das Einschlafen jetzt auch. (Er schläft seit er nicht mehr stillt deutlich besser…)

Natürlich war das recht plötzliche Abstillen teilweise ganz schön schmerzhaft – drei Wochen musste ich immer wieder kleine harte Stellen etwas ausstreichen und massieren. Richtigen fiesen Milchstau oder gar Entzündung hatte ich zum Glück nicht. Inzwischen ist die Milch komplett weg und ich kann so einige der alten BHs wieder tragen – sofern sie ohne Push-Up sind. Die sind jetzt zu klein.

Es war eine schöne Stillzeit und ich bin wirklich froh, dass ich keine Flaschen zubereiten musste. Er isst zwar noch recht wenig und nur ausgesuchte Dinge, aber satt wird er zum Glück.

Kleiner Wolf, auch wenn ich dadurch nie lange weg bleiben konnte – ich habe dich sehr gerne gestillt.

Getestet: Brei von Milupa.

Achtung: Produkttest. Werbung. 

Milupas kleine Experten_Siegel_klein

Unsere B(r)eikost-Geschichte schreibe ich demnächst gesondert auf. Was ich mir gedacht hatte und wie es letztendlich komplett anders lief.

Als der Wolf ein halbes Jahr alt war, bekamen wir Post von Milupa. Milchbrei Banane, Reisflocken und eine Schale mit Löffel. Aus so einer Schale hab ich früher schon meinen Brei bekommen – dort funktioniert das Anrühren aber auch problemlos.


Wir testeten immer mal wieder mit halben Portionen, ob der Wolf das mag. Ganz plötzlich hat er von jetzt auf gleich statt zwei Löffeln den ganzen Teller leer gemacht. Die Reisflocken habe ich meistens mit Apfelmark angerührt – das schmeckt mir dann auch. Oder mit Resten von Obstgläschen, wenn wir unterwegs waren.


Was leider sehr oft ein Problem ist: halte ich mich an die empfohlene Menge Pulver/Wasser, habe ich total flüssigen Brei. Lässt sich schlecht füttern und mag der Wolf auch nicht so. Aber das haben wir inzwischen optimiert. Flocken nachfüllen ist einfacher, als den Brei mit Wasser dünner zu bekommen.

Nachgekauft habe ich inzwischen auch schon – milde Früchte und Butterkeks findet der Wolf ebenso klasse.

Danke für das Testpaket!

Die Breie wurden uns von Milupa kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Unser Test – unsere Meinung. 

B(r)eikost.

Kinder zeigen einem ja schon sehr schnell, was sie wollen. Da kann man die schönsten Pläne und Vorstellungen haben. So ging es uns mit BLW.

Kein Brei kochen, lieber direkt vom Familientisch – das klingt wirklich wunderbar. Nur der Wolf, der findet das total unsinnig.

Sechs Monate habe ich vollgestillt. Dann zeigte der Wolf erstes Interesse an unserem Essen. Schaute uns hinterher und sperrte den Mund auf. Also hochmotiviert immer wieder Wurzeln, Kartoffel, Nudeln und Brot angeboten. Hmm. In den Mund gesteckt hat er es zwar, aber im Magen ist so ziemlich gar nichts gelandet. Verschlucken und würgen gab es immer wieder.

Rein aus Interesse versuchten wir dann Brei. Einfachen Grießbrei. Ähm ja. Die Portion hat er förmlich inhaliert. Wie fröhlich er war, einfach essen zu können. Abends gibt es jetzt also Milchbrei. Ganz verschiedene Sorten.

Was inzwischen zum Frühstück ganz gut geht ist Obstmus, teilweise mit Joghurt oder Quark. Er bekommt immer auch Brot, wirft das aber lieber durch die Gegend. Das einzige Gemüse, was er bisher sehr mag, ist Gurke. Da wird auch richtig abgebissen. Selbstgemachter Kartoffelbrei war letzte Woche aber auch schon essbar. Aber wenn wir Erwachsenen etwas essen, dann kommt er sofort angekrabbelt und möchte probieren. Wehe, es gibt nichts ab. Dann wird auch ein Stück Toast hingebungsvoll verspeist.

In der Krippe schaut er sich viel von den anderen Kindern ab. So hat er inzwischen verstanden, wie er seine Flasche halten muss, damit er etwas trinken kann. Viel trinkt er noch nicht. Dafür kaut er gerne auf dem Sauger rum und flutet sich dabei.

Wir stillen noch immer sehr viel. Zum Frühstück im Bett, mittags Einschlafstillen, abends ebenso, nachts noch 1-3x. Noch geht das ja, ich bin gespannt, wie sich das die nächsten Wochen entwickelt. Wenn ich nicht dabei bin, isst und trinkt er deutlich besser. Die Zeit in der Krippe und auch danach bekommen wir manchmal auch schon gut ohne stillen hin. Dann schläft er im Kinderwagen.

Ach kleiner Wolf, du hast uns schon ganz gut im Griff.

7 Monate kleiner Wolf.

Und der nächste 29. eines Monats ist heute.

Arztbesuche: Die U5 stand an – alles prima. 6980 Gramm auf 68 Zentimeter. Dieses Mal hat dich die Ärztin untersucht – und war ganz interessiert im Thema Stoffwindeln, hatte sie noch nie gesehen. Du hast sie angelacht und dich immer wieder auf dem Tisch umgedreht, um das Baby im Spiegel zu betrachten. Die Ärztin sagte noch, dass unser Lieblingsarzt ab September wieder arbeiten wird – so toll! Er führt dann wieder die Praxis und sie ist in Teilzeit da. Schön.

Tagsüber: Gegend erkunden ist jetzt hoch im Kurs. Du liegst inzwischen ganz gerne auf dem Boden und robbst durch die Gegend. Wir sind dabei hier alles sicher zu machen, was dringend nötig ist. Du machst je nach unserem Tagesplan noch 2-3 Schläfchen. Entweder  bei mir im Arm, im Tuch oder in der Nonomo.

In den Nächten: Schläfst du jetzt auch schon mal sechs Stunden am Stück. Aber das ist noch recht selten. Wenn dich die Zähne zu sehr ärgern, darf ich abends auch nicht mehr aufstehen, dann schläfst du nur, wenn ich daneben liege. Manchmal drehst du dich im Schlaf, wachst davon auf und fängst sehr an zu weinen. Wenn ich dich dann umdrehe und kurz mit dir kuschle, gehts schnell wieder.

Stillen/Beikost: Wir haben keinen Plan und testen uns munter durch alles, was wir gerade auf dem Tisch haben. Banane mochtest du nicht so – dein Gesichtsausdruck war echt klasse, als du daran gelutscht hast. Bananen-Grießbrei findest du allerdings klasse. Erdbeeren wurden bisher nur völlig zerdrückt. Brot und Zwieback nuckelst du hingebungsvoll ab, bist aber noch skeptisch, wenn plötzlich ein Stück in deinem Mund ist. Es ist zu merken, wie du dich immer mehr traust und neugieriger wirst. Wenn wir etwas essen, sperrst du den Mund auf und schaust uns erwartungsvoll an. Wir stillen noch immer nach Bedarf. 

Unterwegs: Dein Papa hatte dich in der Ergo und im Tuch auf dem Rücken – das gefiel dir sehr. Hier durfte noch ein helles, beiges Tuch einziehen, was wir für Mittelaltermärkte nutzen. 

Gelernt: Robben ist klasse. Da kommt man überall hin! Zahn Nummer drei ist auch da, der äußere linke Schneidezahn hat gewonnen. Die anderen Schneidezähne sind auch kurz davor, durchzubrechen. Die Dinger ärgern dich ordentlich und du sabberst wie ein Weltmeister. Zum Glück hast du auch gelernt, dass du bei Stillen nicht beißen musst. Ich hoffe, du fängst damit so schnell nicht wieder an. Du hast dich ja schon länger vom Rücken auf den Bauch gedreht, aber jetzt machst du das soooo schnell und ständig. Im Bett, auf dem Wickeltisch, auf dem Boden. Wenn es ginge, würdest du dich auch in der Nonomo umdrehen.

Familie: Große Liebe von allen Seiten. Deiner Uroma tust du so wahnsinnig gut – du bist quasi ihre beste Medizin. Deine Tante freut sich jedes Mal sehr, wenn sich hier ist und verlangt regelmäßig nach Fotos. 

Kleiderkiste: Wir wechseln auf 68 jetzt. Mit Stoffwindeln passen auch schon einige 68er Hosen nicht mehr, aber die selbstgenähten passen sehr gut. Sommersachen werden dann wohl in 74 und 80 hier einziehen. Für den Dänemark-Urlaub habe ich schon Badesachen gekauft.

Wir mit dir: Dein erstes WGT außerhalb von meinem Bauch hast du gemeistert. Du bist eine kleine Flirtmaschine und lächelst jeden an. Andere Kinder findest du sehr spannend und schaust ihnen gebannt hinterher. Mittwoch bist du immer mit deinem Papa alleine und ich gehe wieder zum Sport. Das ist dann euer Abend. 

Du bist unser größter Schatz, kleine Schnuffelschnute <3