12 Monate kleiner Wolf – Happy Birthday!

Heute ist dein erster Geburtstag! Leider können wir nicht so feiern, wie wir das geplant hatten. Aber das holen wir in zwei Wochen nach, wenn der Umzug durch ist.

Arztbesuche: U6 stand an, 9860 Gramm auf 75 cm. Genau auf der mittleren Linie. Ansonsten gut entwickelter quirliger Wolf. Impfung hat er gut weggesteckt. Nur ganz kurz gejault. Natürlich hatten wir zehn Tage später ein bisschen Fieber, aber das war dann nach einem Tag wieder weg.

Tagsüber: Da hat sich jetzt nichts mehr geändert. 7 Uhr auf stehen, spielen, Krippe. Dort holt meine Mama ihn jetzt ab.

In den Nächten: Da du durch die Zähne und die Erkältung zu kämpfen hattest, waren die Nächte wieder etwas anstrengender. Du schläfst trotzdem meist in deinem Zimmer ein, aber wachst 4-6x auf. Wenn wir ins Bett gehen, nehmen wir dich mit. Neben mir schläfst du dann besser.

Stillen/Beikost: Zum Frühstück gibt es ein Stück Brötchen und einen Joghurt. Mittags dann Obstgläschen. Du hast jetzt auch schon das erste Mal Nudel-Gläschen gegessen. Abends gibt es Milchbrei. Gestillt wird abends zum Einschlafen und Nachts. Manchmal noch nachmittags, wenn du wegen der Zähne nicht so recht was essen möchtest. Zwischendrin probierst du immer mal wieder Obst – mal magst du es, mal nicht.

Unterwegs: Du hast deinen Fuhrpark erweitert – wir haben jetzt noch einen Britax Buggy. Den hatten wir am Wochenende auch mit ins Ruhrgebiet. Da schläfst du auch gerne drin. Die Emei habe ich inzwischen eingepackt. Dafür hast du Samstag wunderbar im Tuch geschlafen und Sonntag auf meinem Rücken in der Ergo. (Nachdem du mir mit einem Stück Brot den kompletten Nacken zerkratzt hast…)

Gelernt: Du läufst immer besser um den Tisch und löffelst auch schon mal selber ein bisschen Brei. Du verziehst so wunderbar das Gesicht, wenn man Faxen mit dir macht.

Familie: Du musst inzwischen erstmal ein bisschen auftauen, aber dann spielst du mit allen wirklich gerne. Hauptsache, jemand baut dir den Stapelturm wieder auf oder leer das Duplo-Haus aus.

Kleiderkiste: 80. Die Oberteile von Primark in 80 sind inzwischen an den Ärmeln zu eng. Dafür sind andere Teile noch viel zu groß. Bekloppt, wie unterschiedlich das ausfällt.

Wir mit dir: Ein Jahr bist du jetzt bei uns. Ein aufregendes, turbolentes, wundervolles Jahr. Ich bereue es in keiner Sekunde, dass wir nicht noch gewartet haben. Du bist so ein wunderbarer Junge, kleiner Wolf.

Alles Liebe zum Geburtstag!

Hochzeits-Outtakes.

Natürlich läuft bei einer Hochzeit immer etwas schief. Aber das ist manchmal umso lustiger.

Polterabend:
# Durch das Poltern im Gang erkannte man nicht so genau, ob von der anderen Seite jemand kam. Meine Schwester hat sich zu Tode erschreckt, als vor ihren Füßen ein Teller zersprang. Ist aber nichts passiert.
# Geplant war, das Garagentor zu öffnen, um es etwas offener zu machen. Die Tür an der anderen Seite war allerdings offen. Durchzug. Servietten klappten um auf die Kerzen. Mit einem kleinen Sprint vom Liebsten und mir ist nicht mehr passiert als vier schwarze Flecken auf den Servietten.
# Am Morgen danach wollte uns mein Vater abholen – doch bei Autos waren weg. Meins stand noch da. Bis er den Ersatzschlüssel gefunden hatte, vergingen dann noch mal 3 Telefonate.

Standesamt:
# Auf die Motorhaube hatte der Freund der Traumzeugin eine rote große Fledermaus aus Filz gebastelt – leider nicht fest genug, sie flog auf dem Weg davon…
# Wir hatten die Erlaubnis, durch die Gehstraße direkt vor das Rathaus zu fahren. Mit dem Brautauto. Nur leider wird in der Stadt unheimlich viel gebaut. Also sind wir eine Straße später in den Gehstraße eingebogen, im Schritttempo zum Rathaus – bis wir nicht mehr weiter kamen, weil dort ein LKW im Weg stand. Also umgedreht, hinter dem Rathaus ausgestiegen und gelaufen. War auch nicht so schlimm.
# Wir saßen nach dem Standesamt vor dem Rathaus und tranken Sekt, genossen die Sonne – als ein Radlader immer weiter zu uns kam. Neben einer Bank war noch ein Haufen Sand. Mein Onkel hat sich kurzerhand die Schaufel geschnappt und den Sand in die Schaufel des Radladers geschippt. Muss sehr lustig ausgesehen haben.

Feiern:
# Meine Schwester sollte mit uns zwei Freunde als letzte Personen von Zuhause abholen. Als sie endlich kam, bog sie mit dem Beetle über die Ecke. Mit ihrem Freund auf dem Beifahrersitz. Der Beetle hat nur Platz für 4. Also schnell alles in mein Auto umgeladen und sie durfte das erste Mal Skoda fahren.
# Zwei Freunde habe ich – warum auch immer – auf den Tischkarten vergessen. Im Sitzplan hatte ich sie noch zugeordnet, aber dann waren sie leider nicht mit drauf. Zum Glück fanden sie trotzdem ein Plätzchen.
# Es waren viele Kerzen auf den Tischen. So viele, dass mein Onkel seinen Kameragurt spontan etwas verschönert hat. Also: Kameragurte von Nikon brennen gut.
# Beim Aufbau der Photobox festgestellt, dass die Batterie im Funkauslöser fehlte. Hmpf. Aber es fand sich nachher immer jemand, der den Auslöser gedrückt hat.
# Extra vegane Brownies für die beiden Veganer als Nachtisch gekauft – die am Tag danach noch immer in der Küche lagen. Mist.
# Beim Eröffnen des Dessertbuffets merken, dass dort nur zwei von drei Nachtischen stehen. Aber das war schnell geändert.
# Wunderkerzen sind sehr heiß, direkt nach dem Abbrennen. Aber eine Platte, auf der Eis ist, ist wunderbar kühl für die verbrannten Finger.
# Die Fensterbänke extra mit Kerzen versehen – wurden nicht angezündet.
# Met-Flaschen öffnen wollen und feststellen: Kein Korkenzieher! Zum Glück hatte jemand ein Taschenmesser und es waren auch nicht alle Flaschen mit Korken versehen.

(Ich bin sehr froh, alles so detailiert aufgeschrieben zu haben. Sehr viel wusste ich schon gar nicht mehr davon.)

Oktober 2013.

Worüber habe ich mich gefreut?
+ Hochzeitsfotos (wer ein bisschen schauen möchte: Hier und hier habe ich ein paar Bilder gepostet.)
+ fünf Tage Mittelalter mit zauberhaften Menschen
+ toller Urlaub mit dem Liebsten
+ wunderbare Menschen im Urlaub getroffen
+ drei verschiedene Schwimmbäder ausprobiert und entspannt
+ Besuch im mittelalterlichen Restaurant
+ die Rückbank ist wieder komplett funktionstüchtig
+ mich durchgerungen, mir einen 3DS zu kaufen
+ einen Monat verheiratet <3
+ Gasrückerstattung von 234 €
+ wir bekommen eine zweite Katze

Worüber habe ich mich geärgert?
+ zickige Menschen, die Panik verbreiten müssen
+ Nagel im Reifen
+ Stromabrechnung von der alten Wohnung, wo wir plötzlich 190€ Strafzahlung leisten sollten. (Ist jetzt geklärt, wir bekommen noch 70€ zurück.)

Weswegen war ich traurig?
+ Urlaub vorbei
+ als der neue Zyklus sich bemerkbar machte

Was habe ich gebastelt/genäht/gekocht/gebacken?
+ angefangen mit dem Adventskalender von LIDL
+ normale Brötchen und Mini-Schokobrötchen – woah, waren die lecker
+ Mumienwürstchen

Für September habe ich keinen Rückblick – das ist mir aber erst jetzt aufgefallen. Es war einfach viel zu viel los.

So richtig.

Wir sind morgen genau 6 Wochen verheiratet. Und was soll ich sagen? Es ist absolut wundervoll. Wenn ich vom Liebsten spreche, muss ich bei jedem „mein Mann“ schmunzeln. Nach außen hin. Innen in mir ist jedes Mal ein wenig Party. Er ist mein Mann! Ich bin seine Frau! Das ist so toll. So verdammt toll.

Wir haben inzwischen fast alle Fotos und ich liebe es, die Bilder anzuschauen. Oft sitze ich dann davor und muss ein, zwei Tränchen wegblinzeln. Was ich mit den Bildern anstellen möchte, weiß ich noch nicht so recht. Unsere Großeltern und Eltern sollen zu Weihnachten Fotoalben bekommen. Richtige, mit eingeklebten Bildern. Also werde ich mich bald ans Bilder aussuchen machen und wenn wir die Fotos in besserer Qualität haben, bestellen. Sortieren. Einkleben. Heulen. Knutschen. Glücklich sein. Mit ihm.

Wir sind jetzt eine Familie. So richtig.

Hochzeitsfeier.

Wir fuhren zu fünft mit wenig Platz in unserem Skoda Fabia auf den Parkplatz vor dem Vereinsheim. Alle Gäste standen im Halbkreis vor der Tür und warteten. Es sah absolut toll aus. Alles so wunderbar in schwarz rot! Ich bin wirklich froh, dass wir uns da von Niemandem reinreden lassen haben. Das hat die Feier wirklich perfekt und zu unserer Feier gemacht. Meine Traumzeugin stellte sich vor meine Autotür, bis der Liebste kam und sie öffnete. Etwas blass um die Nase, aber absolut umwerfend hübsch sah er aus. Sein Anzug ist der Hammer und passt so toll zu meinem Kleid.

Dort standen wir jetzt und waren etwas unschlüssig wie es weiter geht. Alles starrte uns an und wartete. Dann kamen die Gäste zu uns und gratulierten mir noch, dem Liebsten hatten sie schon vorher gratuliert. Er hielt sich wacker und wir gingen mit der ganzen Gesellschaft in den Saal. Ein paar Gäste fehlten, unter anderem unsere Fotografen. Handyempfang gibt es dort nur außerhalb des Gebäudes, also gaben wir die Getränke frei und ich versuchte, die fehlenden Gäste zum Ort der Feier zu lotsen. Meine Traumzeugin bereitete währenddessen unsere alternative Trauung vor.

Das war der absolute Oberhammer. Sie hat es einfach wundervoll gemacht. Traumhaft. Es war so passend – was Schöneres hätte ich mir nicht vorstellen können.

Da es meinem Mann so ganz und gar nicht gut ging, haben unsere Freunde alles, was sie geplant haben, vorgezogen. Wir haben nach der Rede draußen Gruppenbilder gemacht, ein paar Fotos gibt es noch von mir, wie er sich auf mir abstützt. Dann sind wir zurück rein, es gab endlich Buffet! Mir grummelte auch ein wenig der Magen, also habe ich nur ganz bisschen probiert. Aber es war einfach so lecker! Mein Vater hielt noch eine Rede (mit der Bobbycar-Story, die ich vielleicht irgendwann noch mal erzähle) und musste sich am Schluss ein paar Tränen verkneifen. Meine Schwester und die Schwester des Liebsten haben mit unseren Freunden eine wunderbare Hochzeitszeitung erstellt. Als ich sie am Tag nach der Hochzeit dann in Ruhe gelesen habe, war ich teilwese wirklich den Tränen nah. So schön!

Als wir dann das Dessert-Buffet – Oreo-Cheesecake, Kalter Hund und Apfeltiramisu in kleinen Gläschen – eröffnen wollten, wurde plötzlich das komplette Licht ausgeschaltet. Ich hörte aus der Küche Wunderkerzen britzeln. Unter aufgeregten Ohhhs und Ahhhs spazierte meine Schwester mit einem Eis-Tablett zu uns. Darauf war ein kleiner grüner Drache aus Eis, der Feuer spuckte! Aww! So süß! Er sollte eigentlich ungefähr eine Stunde stehen, bis wir ihn anschneiden durften, aber er schmilzte schon etwas früher und lies die Flügel hängen. Dieses kleine Kerlchen war so großartig. <3 Beim Anschneiden hielt ich ihm dann die Augen zu… Für die Nachtische habe ich noch sehr viel Lob bekommen – es hat allen wirklich gut geschmeckt. Das war die Arbeit dann auch wert.

Unsere Fotografen (die übrigens auch mit unsere besten Freunde sind!) haben zwei kleine Bäume besorgt, an die die Gäste Schmetterlinge mit Botschaften an uns hängen konnten. Daneben hatte meine Schwägerin einen Baum auf eine Leinwand gemalt, auf der die Gäste Fingerabdrücke hinterlassen konnte. Sie hat später noch den Baum etwas aufgefüllt und viele Blätter dazu gemacht. Auf dem Baum sitzen zwei Vögel, die ein bisschen wie Twittervögel aussehen. Das Bild soll definitiv an die Wand bei uns. Es gab auch noch zwei Gästebücher – die müssen aber wohl noch in einer der Kisten sein, die ich bisher noch nicht ausgepackt habe. Meine Mutter hat mir zu späterer Stunde einen Ordner mit Rezepten überreicht – jeder Gast, der wollte, hat uns sein Lieblingsrezept aufgeschrieben! So eine tolle Erinnerung. Die Oma des Liebsten sogar mit einem Gericht, was er bei ihr so gerne gegessen hat.

Nach dem Essen haben wir dann die Fotobox eingeweiht – die Bilder sind der Knaller! Mal sehen, was wir damit anstellen. Vielleicht lege ich dann entsprechende Abzüge zu den Danksagungen. Mein Mann war so kaputt, dass ihn sein Theo nach Hause gefahren hat – zum Glück war er überhaupt mit und konnte einen Teil der Feier miterleben! Zwischenzeitlich sah es ja gar nicht danach aus.

Überall waren inzwischen Gespräche am Laufen, es wurde geschnattert und Fotos gemacht. Familie und Freunde vermischten sich. Als die anfänglichen Hemmungen überwunden waren, hat sogar meine Oma mit den bösen Grufties gesprochen. Da alle schwarz-rot trugen, waren wir nicht Außenseiter von Beginn an. Ich habe später zusammen mit ein paar anderen die Laternen und Grablichter für draußen angezündet und verteilt. Dann konnte sogar das nervige Außenlicht ausbleiben. Das hat den ganzen Vorplatz erhellt. Normalerweise funktioniert das auch mit Bewegungsmelder, die waren zum Glück kaputt. Mit den Grablichtern und den Latern war es unglaublich gemütlich draußen. Man ist dort weit weg von allem, hat freien Blick auf den Deich und in einiger Entfernung leuchten regelmäßig die Warnlichter der Windkraftanlagen. Das Wetter war ein Traum. Es war den ganzen Abend trocken und auch nicht zu kalt – man konnte also prima draußen sitzen und sich unterhalten.

Dafür wurde es drinnen immer wärmer. Viele Menschen, Kerzen… Uff. Das Problem war eigentlich, dass der Tisch mit den Großeltern sich ständig beschwert hat, wenn die Fenster oder die Tür offen waren. Sie wollten uns aber unbedingt tanzen sehen. Für’s tanzen war es uns allerdings zu warm. Ein Teufelskreis. Irgendwann habe ich dann den DJs ein Zeichen gegeben und sie haben die Musik aufgedreht. Nach zwei Liedern war der älteste Tisch quasi leer. Hihi, Plan aufgegangen. Nur die Eltern meines Vaters sind noch etwas länger geblieben. Oma war so unglaublich begeistert und hat sich so sehr gefreut. Sie erzählt inzwischen jedes Mal, wie toll es doch war.

Ich tanzte stundenlang. Immer unterbrochen vom hastigen Glas Cola runterstürzen. Mir war so warm. Den Bolero hatte ich längst ausgezogen. Wenn die Playlist aus den Songs besteht, die man sich gewünscht hat, dann passiert das halt. Die Locken waren ebenfalls rausgetanzt, aber der Rest der Frisur saß noch. Es war so toll, die ganzen Lieblingslieder laut zu hören. Bei etwas normaleren Liedern tanzte dann auch die Familie mit. Es war wundervoll.

Zwischendrin habe ich am Rande von ein paar Gnatschigkeiten zwischen Freunde gehört, aber ich hatte überhaupt keine Zeit mich darum zu kümmern. Wollte es ehrlich gesagt auch nicht. Das war unser Tag. Wir waren einfach mal die Hauptpersonen. Ich hasse es sonst wie die Pest, im Mittelpunkt zu stehen – Freitag war das toll. Ich habe mich so wohl gefühlt in meinem Kleid und mit dem Ring am meinem Finger und meinem Mann neben mir. Hach.

Eigentlich wollte ich um Mitternacht noch den Kuchen anschneiden. Nun ja. 12:15 Uhr ist es dann geworden. Es gab umgewandelten Papagaien-Kuchen in Rot-Dunkel. Mit roter Grütze-Pulver und Kakao. Oben auf dem Kuchen sollte eigentlich eine zweite Etage sein – der kleine Kuchen ist mir nur leider beim Wenden durchgebrochen. Nach einem kurzen Panikanfall habe ich mit einem Fledermausausstecher Kuchenstücke ausgestochen und mit rotem Zuckerguss auf dem Kuchen festgeklebt. Dann den Rest des Zuckergusses über die Kuchen gekleckst. Nomnomnom.

Es war genau die Feier, die ich mir gewünscht hatte – nur hätte ich gerne bis spät mit meinem Mann getanzt.

Vielen Dank an alle Gäste, die dabei waren <3
Nur mit und dank euch ist das so wunderbar geworden!

(Und jetzt werfe ich alle Hochzeitsblog aus meinem Feedreader und widme mich der Weihnachtsgeschenkezeit, oder so. Fotos zeige ich noch, wenn ich welche habe.)