12 von 12 im August 2016.

M’era Luna-Anreisetag! Mehr Bildergeschichten gibt es hier bei Caro. 


Komisch, ohne Wolf an meiner Seite aufzuwachen. 


Die restlichen Dinge ins Auto geworfen. 


Zwischenstopp bei Milka. 


Die Kuh ist eine Pokemon-Arena. 


Zelt aufgebaut. Pause. 


Voll true. 


Snarf ist auch mit. 


Flauschi sowieso. 


Umgezogen. 

Sackgasse oder Glücksrad?


Erstmal zu den Lesungen. Luci van Org und Christian von Aster waren großartig. 


Es ist so schön hier. Wie nach Hause kommen. Nur der Liebste fehlt. 

Gedanken und Wünsche.

Sowohl in meinem Internetzuhause als auch im reelen Leben sind momentan sehr viele Damen (wieder) schwanger. Als die frohen Botschaften verkündet wurden, gab mir eigentlich jede einen ordentlichen Stich. Weil mein Herz auch möchte. Weil das alles so schön ist. Weil ich es kaum abwarten kann.

Inzwischen sind vier Monate vergangen. Es hat sich wieder einiges verändert. Unser Alltag ist jetzt anders anstrengend. Ich genieße die Zeit mit dem Wolf noch mehr – liebe es aber auch, Zeit für mich zu haben. Es ist noch oft viel Stress, um halbwegs zu der Uhrzeit dort zu sein, wann es geplant war. Stress, den ich mir natürlich auch selber mache – dank Gleitzeit sind 5 oder 10 Minuten eigentlich echt egal. Langsam kommt das in meinem Kopf auch an. Es entwickeln sich Routinen, auch für den Haushalt. Es wird also.

Trotzdem bleibt mein Kopf nicht still. Ich lese weiter Geburtsberichte, Wochenberichte, Tweets, Blogs und seit Samstag auch das Buch Geborgen wachsen von Susanne Mierau*, was ich eigentlich nur in unserer örtlichen Buchhandlung anschauen wollte, aber doch gleich gekauft habe. Weil das Wetter so schön war, habe ich sogar draußen auf unserer Terrasse (bzw den Waschbetonplatten vor unserer Tür) neben dem schlafenden Wolf lesen können. Schön war das.

Momentan bin ich nicht schwanger und die nächste Zeit wird das auch nicht der Fall sein. Oftmals kann ich Gedanken besser aus meinem Kopf bekommen, wenn ich sie aufschreibe. Das hat letztes Mal schon ganz gut funktioniert, also probieren wir das ein weiteres Mal. Es wäre utopisch zu glauben, nur weil ich etwas aufschreibe, wird es passieren. Es sind einfach Wünsche, die ich an meine Umgebung und auch an mich selber habe. Besonders an mich selbst. Wobei ich ganz klar sagen muss, dass ich nicht mit der Schwangerschaft/Geburt des Wolfes hadere. So wie es war, war es verdammt gut. Jetzt weiß ich nicht nur theoretisch wie es geht, sondern habe alles schon gemacht. Erfahrung ist das Zauberwort.

Ich wünsche mir für die nächste Schwangerschaft…
… genauso viel Gelassenheit wie in der ersten.
… ein Babybauch-Shooting mit so einem tollen Flatter-Kleid.
… auch für die Vorsorge eine Hebamme und nicht nur die Ärztin.
… eine Mitschwangere in der näheren Umgebung.
… einen anderen Vorbereitungskurs als letztes Mal.
… länger Sport machen zu können.
… meine Grenzen zu erkennen und dass dann auch deutlich zu sagen.

Ich wünsche mir für die nächste Geburt…
… mehr Mut, meine Postion zu verändern.
… die Motivation, dieses Mal ins Wasser zu gehen.
… mehr schöne Fotos aus dem Kreißsaal.
… der Nabelschnur die Zeit zum Auspulsieren geben zu können.
… mir mehr zu vertrauen.
… mehr Kekse.

Ich wünsche mir für die Zeit nach der Geburt…
… mehr Ruhe.
… weniger Zettelkram.
… das Baby möglichst früh im Tuch tragen zu können.
… Familienkuschelzeit.
… früher Stoffwindeln zu benutzen.
… eine nette Hebamme, der ich vertrauen kann.
… einen Rückbildungskurs mit Damen, die ich vielleicht schon kenne.
… eine Still- oder Krabbelgruppe.

Bis es soweit ist, fallen mir bestimmt noch wesentlich mehr Dinge ein – und dann wird alles ganz anders. Ich freue mich darauf. Sehr. 

 

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Wie funktioniere ich?

Jahrelang habe ich mich kaum mit mir beschäftigt. Alles so hingenommen, wie es war. Kopfschmerzen? Schmerztabletten. Rückenschmerzen? Spritze. Mandelentzündung? Antibiotika. Verhütung? Pille. Bauchweh? Irgendwas falsches gegessen. Knieschmerzen? Kein Wunder bei meinem Gewicht. Das ist halt alles so. Kann man nichts machen. 

Als ich dann ausgezogen bin, änderte sich das langsam. Ich begann, mich mit mir zu beschäftigen. Tiefer als sonst. Recherchierte, was bestimmte Medikamente mit mir machen, wie sie wirken. Und wollte das nicht mehr. Warum mehr schlucken, als nötig? Wenn es auch anders geht? Meine Rückenschmerzen habe ich mit Sport ziemlich gut in den Griff bekommen. Eine Mischung aus Yoga, Pilates und Rückenschulübungen ist das, was für mich passt. Muskel im Bauch und im Rücken stärken – rund um die Wirbelsäule. 

Durch Ausprobieren weiß ich inzwischen, was ich essen kann und was nicht. Wenn ich mich daran halte, geht es mir besser. Auch wenn ich immer mal wieder etwas esse, weil ich es unbedingt möchte – und ärgere mich danach. Das zu akzeptieren ist ab und zu wirklich schwer. Ändern kann ich es aber nicht. Neidisch sein auf bunte Obstteller bringt auch nichts. 

Zu Beginn der Kinderwunschzeit kam noch ein weiterer Punkt dazu: Zyklusbeobachtung. Nicht jede Frau ist wie ein Uhrwerk. Nicht jeder Zyklus ist gleich. Mein Eisprung ist später, die zweite Zyklushälfte kürzer. Inzwischen merke ich meinen Eisprung sogar meistens. Verrückt, so ein Körper. Die Veränderungen, die in der Schwangerschaft passierten. Wie gut ich das hinbekommen habe – weil ich auf meinen Körper gehört habe. Die Übelkeit und das Kotzen waren nicht toll – aber das muss dann wohl so sein. Dafür ging es ansonsten ganz gut. Bis zum Schluss. 

Auch wenn ich vorher einen ziemlichen Respekt vor der Geburt hatte, war es doch schön. Natürlich waren es unglaubliche Schmerzen – aber ich hatte die ganze Zeit Vertrauen in meinen Körper und wusste, dass wir das schaffen. Ich wollte vorher gerne eine Wassergeburt – während der Wehen war das unvorstellbar. Trotzdem würde ich es irgendwann bei einer zweiten Geburt wieder gerne versuchen. Ich war sehr zufrieden mit der Klinik, eine Hausgeburt kann ich mir für mich einfach nicht vorstellen. Was ich sonst noch für Vorstellungen habe, werde ich dann irgendwann mal schreiben. Länger mit dem Abnabeln warten z. B. und auch in der Vorsorge schon zu einer Hebamme. Meine Hebamme zur Nachsorge vom Wolf war toll – nur würde ich gerne Vorbereitung/eventuelle Beleggeburt/Nachsorge/Rückbildung komplett bei einer machen. Mal schauen, wie die Hebammenversorgung in ein paar Jahren dann ist. 

Nur mit dem, was meine Psyche so anstellt, muss ich mich mehr beschäftigen. Mehr Dinge machen, die mir gut tun. Das klappte in den letzten Monaten auch schon etwas besser. Nur wenn es Tiefen gibt, kann es auch Höhen geben. Die Tiefs müssten nur nicht unbedingt sooo tief sein. 

26.

Mein Geburtstag am Sonntag war richtig schön. Wir haben im Garten bei meinen Eltern gegrillt und Kuchen gegessen. Die Familie inklusive Schwiegereltern, Tanten und Großeltern war hier. Ganz besonders hat es mich gefreut, als plötzlich drei Lieblingsmenschen um die Ecke kamen – Überraschungsbesuch <3

Es war zwischendrin etwas anstrengend, zwischen Gartenhaus, Terrasse und Wolf zu pendeln, aber das ging schon. Der Wolf war ständig bei wem anders auf dem Arm und ich wurde nur zum Stillen und Tragen gebraucht. (Insgeheim war er auch Person des Tages und nicht die Geburtstagskinder Opa & ich.)
Mit 26 möchte ich:

+ Urlaub in Dänemark und an der Mosel machen

+ wieder auf Mittelaltermärkten lagern

+ mit dem Liebsten schöne Dinge erleben

+ eine Kindergarten-Mutti werden

+ den Wolf bewundern, wie er wächst und wie er neue Dinge lernt

+ Zeit auf dem Spielplatz verbringen 

+ Herzmenschen um mich haben 

+ meine Schwester besuchen 
Mit 25 wollte ich:

+ nach Dänemark fahren

das war schön! Heißeste Woche des Jahres und kugeln am Strand. 

+ Mama werden

Das ist so unglaublich toll. 

+ ins Legoland

Kann man ruhig machen, 6 Wochen vor ET. Mit Herzmenschen <3

+ in Elternzeit gehen

Das ist schon echt klasse so. 

+ dem kleinen Wolf seine Familie zeigen

Liebe, Liebe, Liebe. 

+ Babyklamotten nähen

Hab ich und es bringt wirklich Spaß. 

+ auf Mittelaltermärkte gehen

Wir waren mit Wolf im Tuch. 

+ oft ans Meer fahren

Zwischenzeitlich etwas vernachlässigt, schaffe ich das jetzt wieder öfter. 

+ meine Gedanken öfter aufschreiben

Habe ich ganz gut hinbekommen, denke ich. 

+ mehr fotografieren

Arbeite ich dran. 

+ das Leben genießen

#hermitdemschönenLeben

Seelenhygiene.

Ein Wort, was ich eigentlich nicht so mag, aber ich finde kein anderes. 

Vor der Schwangerschaft habe ich es auch schon geschafft, eine Zeit sehr gut auf mich aufzupassen. Das ist was, was viele gar nicht kennen bzw müssen. Ich schon, sonst rutsche ich sehr schnell in Tiefen, die mir ganz und gar nicht gut tun. Der kleine Wolf hat mich die letzten Monate sehr in Beschlag gehabt, was ja auch ganz normal ist. So langsam kommen wir aber an den Punkt, an dem ich etwas für mich machen muss, um für ihn eine Mutter zu sein, die er verdient hat. Um für meinen Mann die Ehefrau zu sein, die er geheiratet hat. Um bald wieder arbeiten zu können, wie ich es vor der Schwangerschaft gemacht habe. Und mich dabei nicht zu verlieren. 

Erkenntnis ist ja oft schon die halbe Miete. Alltag umbauen, Zeitfenster anders nutzen. Ich räume inzwischen erst dort auf, wo es noch nicht so unordentlich ist – dann habe ich mit wenig Aufwand sofort ein Zimmer schon schick. Klingt jetzt banal – hilft mir aber. Putzen macht mich nicht glücklich – ein geputzte Wohnung aber schon. Um das etwas einfacher zu machen, versuche ich unsere Wohnung so zu gestalten, dass das etwas einfacher wird. Der Inhalt meines Kleiderschranks ist schon etwas geschrumpft – ich hatte so viele Hosen, die nicht mehr passten oder kaputt waren und die ich nur noch zum Renovieren tragen würde. (Natürlich habe ich nicht alle aussortiert, wer weiß, wie lange es noch dauert, bis wir uns ins Renovierungsgetümmel stürzen müssen.)

Wenn der kleine Wolf schläft, schaue ich oft Serien und räume auf. Oder mache die Wäsche. Seit wir viel mit Stoffwindeln wickeln, macht mir das sogar Spaß. (Es ist wirklich unfassbar, wie viel Müll wir so produzieren. Bewusst ist mir das mit den Windeln geworden. Inzwischen achte ich vermehrt darauf, immer öfter beim Einkaufen Stoff- oder Ikeataschen dabei zu haben und generell weniger Abfall zu produzieren.)

Mittwochs ist mein Sporttag – erst war abends Rückbildung und als das durch war, ging es endlich wieder ins Fitnessstudio. Die Zeit reicht bisher für 10 Minuten Crosstrainer und 45 Minuten Yogalates. Das gibt meistens unglaublich Muskelkater am nächsten Tag, macht mich aber so ausgeglichen. Vielleicht schaffe ich es bald auch mal wieder ins Schwimmbad. Das wäre schön. 

Es sind noch 50 Tage, bis wir nach Dänemark fahren. Danach startet die Eingewöhnung und wenn der Wolf Geburtstag hat, fange ich wieder an zu arbeiten. Noch etwas Zeit, die wir genießen können. Und damit ich das auch kann, werde ich wieder auf mich aufpassen. Mehr lesen, mehr Zeit am Meer, mehr bunte Haare, weniger über irgendwas ärgern. Und los geht’s.