Ba-dumm.

Schon mal in Dänemark gewesen? Da gibt’s in den Orten zur Verkehrsberuhigung am Ortseingang, -ausgang und manchmal auch im Ort „Bumps“. Ein Stück der Straße ist dann deutlich höher und sowohl beim Rauffahren, als auch beim Runterfahren sagten wir immer „ba-dumm!“ 

Das fand der Wolf großartig. Auf dem Weg zu seiner Oma sind ebenfalls ähnliche Schwellen. Die werden im Auto jetzt immer gefeiert. 

Bei seiner Oma hat der Wolf eine Duploeisenbahn mit Bahnübergang. Die Bahnstrecke ist völlig uninteressant. Er fährt lieber mit den Autos und LKWs („L-W-K, Mama!“ über die Schwellen und kommentiert das mit: „ba-dumm! Ba-dumm!“

Und jetzt auch hier. Der LWK fährt über die Türschwelle. Ba-dumm. Ba-dumm. Ba-dumm.  

Kekse!

Samstag haben wir Kekse gebacken. Die ersten Weihnachtskekse für dieses Jahr. Erst wollte ich Ausstechkekse zaubern, erinnert mich aber an ein Rezept für Puddingplätzchen, das bei Pinterest in meinem Stream auftauchte. 

Für den Teig sollten 100 Gramm Puderzucker gesiebt werden. Das habe ich mit unserer Puderzuckermühle und unter tatkräftiger Hilfe vom Wolf gemacht. Wir haben keinen Lernturm – er stand einfach vor mir auf einem Stuhl. Ab und zu wanderte seine kleine Hand in den rieselnden Puderzucker. Kommentiert mit: „Oh! Mama!“ 

Beim Rühren hat er abwechselnd die Schüssel und den Mixer festgehalten. Der Teig wird zu Kugeln gerollt und mit einer Gabel platt gedrückt. Klappt bestimmt auch mit einem Keksstempel, allerdings habe ich keinen. Glaube ich. Oder doch? 

Der Wolf hat Kakao getrunken und Knethaken abgeleckt, während ich rollte. Kaum waren die ersten Plätzchem fertig, wurde probiert. „Mhhh, lecker, Mama! Papa, Kekse?“ Schüssel geholt – Papa welche gebracht. 

Das war schön, kleiner Wolf!

24 Monate kleiner Wolf – happy Birthday!


Zwei Jahre bist du heute in unseren Armen. So eine tolle Zeit und auch wenn es manchmal anstrengend ist, könnten wir uns nichts Schöneres vorstellen als das Leben mit dir.

Arztbesuche: Vor dem Urlaub war ich wegen deinem Husten beim Arzt – es war nicht so stark, aber ich wollte das abgeklärt haben. Jackpot. Beim Ausatmen hatte deine Lunge etwas Probleme, also haben wir so einen schicken Aufsatz für Inhalationsspray bekommen. Plus Hustensaft. Das hast du aber großartig gemacht – sowohl inhalieren als auch Hustensaft trinken. Nach ein paar Tagen war es deutlich besser. Ich hoffe, das kommt so schnell nicht wieder. Die U7 hatten wir letzte Woche. Da hast du dem Arzt gezeigt, was du schon kannst. Natürlich genau in der Zeit, als er im Raum war, kaum etwas gesagt.

Tagsüber: Ab Dienstag wird unser Alltag neu gestaltet. Mal schauen, wann sich das so einspielt. Im Kindergarten schläfst du nicht mehr, was die Nachmittage sehr anstrengend machen kann. Du brauchst eigentlich noch Schlaf. Sonst bist du beim Abholen so durch, dass man dich nur noch mit Nudeln und Peppa Wutz beruhigen kann.

In den Nächten: Einfach unglaublich, wie gut das inzwischen funktioniert. Hätte ich das mal vor einem halben Jahr gewusst. Zähne putzen und wickeln machst du mit mir, dann übernimmt dein Papa. „Ab-e-ditz!“ Ab ins Bett! Ihr kuschelt und erzählt noch einen Augenblick, Papa deckt dich zu und geht aus dem Zimmer. Manchmal erzählst du übers Babyphone noch von deinem Tag. Teddy und Hasi müssen bei dir sein. Nachts läufst du jetzt meistens selber zu uns, manchmal sogar mit Decke im Arm.

Essen: Die Lätzchen sind fast alle weggeräumt. Du liebst Nu-elln, Puddin‘! und Effys. (Nudeln, Joghurt oder Pudding, Quetschies.) Aber auch alles, was du sonst so probieren kannst. Meinen Frühstücksbagel oder Knäckebrot. Nur Gemüse… naja. Obst… ähnlich.

Unterwegs: Der neue Buggy ist so großartig. Du sitzt super drin, kannst aber auch gut schlafen. Die 500 km nach Dänemark waren hin gar kein Problem, zurück warst du teilweise etwas genervt. Kann ich aber durchaus verstehen.

Gelernt: Unsere Türen sind kein Problem mehr. Du sprichst uns alles nach, was wir so sagen. Die Holzpuzzle machst du plötzlich, als wenn du nie etwas anderes gemacht hast. Im Urlaub haben wir die Tut-Tut-Schienen und auch die Duplo-Eisenbahn aufgebaut und du hast nichts sofort zerstört. Es bringt richtig Spaß jetzt etwas zu bauen. Du liest uns jetzt die Bücher auch vor und forderst es ein, dass wir zusammen Bücher anschauen.

Familie: Eine Woche nur mit Mama geht also auch. Wobei natürlich jeden Tag mehrfach nach Papa gefragt wurde. Die Oma, die etwas weiter weg wohnt, müssen wir regelmäßig anrufen.

Kleiderkiste: Die 80er Jacken sind plötzlich an den Ärmeln zu kurz. Ein paar 86er Pullis sind aussortiert. Die Jeans und die Hosen in 98 passen gut. Im Urlaub haben wir einen Schneeanzug gekauft – der war in 98 viiiel zu große und auch 92 sitzt sehr locker. Dafür passen die 22/23 Gummistifel und die 23er Halbschuhe.

Wir mit dir: Ach kleiner Wolf, eigentlich bist du gar nicht mehr so klein. Du bist ein wundervoller Junge, der Luftballons so sehr liebt. Ich hoffe, du hast heute einen tollen Tag mit deinen Omas, Opas, Uromas und deiner Tante! Wir feiern heute bei deiner einen Oma und morgen noch mal bei uns Zuhause mit deinen anderen Urgroßeltern. Partywochenende – Monsterparty!

Zwei Jahre habe ich jeden Monat ein paar Zeilen verloren, das ist jetzt vorbei. Ich hoffe, ich kann in Zukunft mehr kleinere Geschichten vom Wolf posten.

23 Monate kleiner Wolf.

Die Zeichen stehen auf Geburtstag. In einem Monat ist es schon soweit.

Arztbesuche: Vorsorgetermin steht, ansonsten kein Arztkontakt.

Tagsüber: Bagger, Bagger, Bagger. Radlader. Walze. Die Baustelle vor der Tür ist dein morgenliches Kino. Ab und zu stehst du jetzt auch wieder mit deinem Papa auf. Langsam müssen wir uns eh umgewöhnen, ab deinem 2. Geburtstag gehst du ab 7 Uhr in die Krippe. Dort machst du jetzt ab und zu keinen Mittagsschlaf mehr – weil alles viel zu aufregend ist. Dann knickst du aber gegen 16:30 Uhr dermaßen ein, dass nur noch heulen und jaulen bleibt. Ich versuche dann, dich Zuhause noch zum Schlafen zu bekommen.

In den Nächten: Zähne ärgern noch immer. Wir versuchen es immer wieder ohne Schmerzmittel – dann schläfst du aber teilweise nur 1-2 Stunden und wachst brüllend auf. Die unteren Backenzähne sind durch, aber oben fehlen noch zwei. Seufz. Dafür klappt das Einschlafen immer besser. Dein Papa tobt nach dem Zähneputzen mit dir noch durch die Wohnung, spielt mit dir und ihr lacht so schön! Dann werden noch alle Menschen aufgezählt, die dir einfallen und er geht raus. Über das Babyphone hören wir dich erzählen und langsam schläfst du ein.

Essen: Gemüse ist nach wie vor etwas, was du nicht als Essen ansiehst. Montag gab es Gemüselasagne im Kindergarten… Da hat dir deine Oma zuhause noch schnell ein paar Nudeln gekocht. Leberkäse verputzt du dafür wie ein Großer. Zuhause bekommst du beim Essen nur noch sehr selten ein Lätzchen um – so gut machst du das inzwischen.

Unterwegs: Der Fuhrpark wurde noch mal erweitert. Ein Emmaljunga Scooter 2.0 ist eingezogen. Ich war ja bisher der Meinung, es müsste nicht unbedingt eine teure Marke sein. Tja. Der ist wirklich viel angenehmer zu schieben und so viel hochwertiger verarbeitet… Du sitzt total gerne darin, aber auch auf Papas Schultern ist es super.

Gelernt: Ich komme kaum noch hinterher, was du an Wörtern alles kannst. Deine Sprache explodiert förmlich.

Familie: Deine Tante ist jetzt wieder zum Studieren weg. Die Zeit, in der sie dich mehrfach die Woche gesehen hat, ist also leider erstmal vorbei. Aber du bist jetzt viel bei deinen Urgroßeltern mit deiner Oma.

Kleiderkiste: 92, 98 irgendwie. Ein paar Jacken in 80 passen noch. Die Bodys von DM und Lidl in 86/92 sind jetzt aussortiert. Die in 98/104 noch etwas groß… Einen Softshelloverall in 92/98 habe ich gekauft – der ist die fast noch ein bisschen zu groß. Verrückt. Aber der Drachenpulli passt jetzt richtig gut!

Wir mit dir: Du bist einfach der Lichtblick in unserer Familie. Ich möchte nicht darüber nachdenken, wie es deiner Uroma ohne dich gehen würde. Du hast jetzt auch das erste Mal bei deiner Oma geschlafen und wir waren zu einer Silberhochzeit. Morgens warst du sogar mit deinem Opa Brötchen holen bei Edeka. Inklusive fahren im Auto-Einkaufswagen.

Immer wieder kann ich es kaum glauben, dass du unser Sohn bist. So ein toller, kleiner Junge – so wunderbar. Bald bist du schon zwei. Unglaublich. Wir lieben dich so sehr, kleiner Wolf. <3

„‚allo!“

Das ist das Lieblingswort vom kleinen Wolf, wenn wir unterwegs sind. Manchmal mit richtigem „H“ vorneweg, meistens aber leicht französisch „‚allo!“ Wenn wir unterwegs sind, wird so gut wie jede Person begrüßt. Egal welches Alter, welches Geschlecht, welche Nationalität. Weil unsere Kinder das noch gar nicht differenzieren – warum fangen wir damit eigentlich an?

Im Urlaub antworteten viele Dänen und fragten dann immer auf Dänisch ein paar Sachen. Ich bin so mit einigen auf Englisch ins Gespräch gekommen. Als Tagesausflug waren wir vor ein paar Wochen in Bremen. Dort hat er bei Primark alle Kunden begrüßt – und bekam viele verschiedene Sprachen zu hören.

Egal wie griesgrämig und eilig jemand uns entgegen kam, nach dem „‚allo!“ vom Wolf haben 99% der Menschen gelächelt. Das ist so schön zu sehen, wie ein kleines Wort einen Menschen verändern kann.

(Oh, wehe jemand sagt dann mehr als „Hallo!“ zurück… Dann wird sich in den Wagen gekuschelt und so getan, als ob man überhaupt gar nichts gesagt hat.)