„‚allo!“

Das ist das Lieblingswort vom kleinen Wolf, wenn wir unterwegs sind. Manchmal mit richtigem „H“ vorneweg, meistens aber leicht französisch „‚allo!“ Wenn wir unterwegs sind, wird so gut wie jede Person begrüßt. Egal welches Alter, welches Geschlecht, welche Nationalität. Weil unsere Kinder das noch gar nicht differenzieren – warum fangen wir damit eigentlich an?

Im Urlaub antworteten viele Dänen und fragten dann immer auf Dänisch ein paar Sachen. Ich bin so mit einigen auf Englisch ins Gespräch gekommen. Als Tagesausflug waren wir vor ein paar Wochen in Bremen. Dort hat er bei Primark alle Kunden begrüßt – und bekam viele verschiedene Sprachen zu hören.

Egal wie griesgrämig und eilig jemand uns entgegen kam, nach dem „‚allo!“ vom Wolf haben 99% der Menschen gelächelt. Das ist so schön zu sehen, wie ein kleines Wort einen Menschen verändern kann.

(Oh, wehe jemand sagt dann mehr als „Hallo!“ zurück… Dann wird sich in den Wagen gekuschelt und so getan, als ob man überhaupt gar nichts gesagt hat.)

21 Monate kleiner Wolf.

Arztbesuche: Endlich mal wieder ein Monat ohne Arzt, ohne richtig krank. Die letzten Backenzähne sorgen abends immer wieder für Schmerzen, aber immerhin eine Spitze konnte ich jetzt schon entdecken. Bald ist das geschafft!

Tagsüber: Wir sind inzwischen ein echt gutes Team. Morgens kuscheln wir ein bisschen, wenn du bei meinem Wecker aufwachst. Sonst mache ich mich schon leise ohne dich fertig. Du spielst bei mir im Bad, bis ich dich wickeln und anziehen kann. Wenn du fertig bist, gehts kurz zum Fenster, damit du „Auto!“ schauen kannst. Unser Auto steht hinten, das ist das nächste Ziel. Ich darf nur noch deine Tür öffnen, sonst krabbelst du auf den Fahrersitz und drückst vergnügt auf allem rum. Wenn wir genug Zeit haben, kletterst du selber in deinen Sitz. Dafür brauchst du aber noch ein bisschen Hilfe. Wenn ich dann sitze und das Auto läuft, muss ganz dringend die Musik an. Wehe das läuft Werbung…

In den Nächten: Mal so, mal so. Meist geht das Einschlafen ganz gut und gegen 22 Uhr und gegen 24 Uhr wirst du (kurz) wach. Seit 1-2 Wochen wühlst du durchs Bett, ein Maulwurf ist nichts dagegen. Deswegen brauchen wir wohl doch noch einen Rausfallschutz an deinem Bett.

Essen: Nu-el! NU-EL! Da hat jemand jetzt etwas gefunden, was er sehr gerne mag. Nudeln. In allen Varianten und mit etwas Soße, wenns geht. Sehr beliebt auch immer noch die „Effy!!“ – Quetschies.

Unterwegs: Bei Papa auf den Schultern ist es voll super.

Gelernt: Deine Feinmotorik wird immer besser. Bei der Kugelbahn kannst du jetzt auch die Teile richtig drauflegen, die so einen Stab in der Mitte haben. (Und mit welcher Geschwindigkeit du kleine Süßigkeiten ausgepackt bekommst, wenn du die von uns ergattert hast…)

Familie: Deine Tante hat dich jetzt schon ein paar Mal aus dem Kindergarten geholt, weil deine Oma länger arbeiten musste. Das klappte alles prima. Dein Uropa ist momentan im Krankenhaus, weswegen wir etwas rotieren. Aber auch Abendessen bei Oma klappt super.

Kleiderkiste: Ein paar 86er Bodys passen mit Verlängerung noch über den Stoffwindelpo. Shirts in 92 und 98. Das sitzt jetzt alles eher locker – wie es im Sommer ja auch soll.

Wir mit dir: Du warst jetzt mit auf dem Mittelaltermarkt und hast auch da alle um den Finger gewickelt. Die Eltern der anderen Kinder aus unserem Lager haben auch gesehen, was auf sie zukommt – die anderen Minis laufen noch nicht. Noch nicht. Nächstes Jahr wird es sehr lustig. Momentan rocken du und ich das alleine Zuhause, dein Papa ist im Urlaub. Aber Sonntag kommt er wieder und dann fahren wir alle zusammen weg. Schön wird das!

<3

Puderzuckerschnute.

  
Sonntag gab es nachmittags spontan Waffeln. Weil ich Lust auf Waffeln hatte und die Zeit das sonst eher selten möglich macht. Also habe ich ein Rezept rausgesucht und gewartet, dass der Wolf aufwacht. Nach fast drei Stunden Mittagsschlaf haben wir ihn doch geweckt und los ging es. Der Teig war schnell gezaubert und das Waffeleisen auch heiß. Ich habe unseren Sohn immer wieder auf den Arm genommen und zusammen konnten wir ins Waffeleisen luschern.

Als die erste Runde fertig war, bekam er ein Stück und verschwand zu seinem Papa. Der bekam von mir eine mit Puderzucker. Sowas muss sofort probiert werden – der Blick, als der Puderzucker durch die Luft flog, als er dagegen geatmet hat! Staunen.

Mit der nächsten Waffel und der Puderzuckermühle habe ich mich auf den Boden gekniet. Zusammen zauberten wir den Zucker auf die Waffel, begleitet von neugierigen „oh, oh!“s vom Wolf. Pure Faszination für das Stück Plastik.

Bitte bleib so neugierig und fasziniert, kleiner Wolf <3

16 Monate kleiner Wolf.

Die Zeit rennt. Wahnsinn. Vor zwei Jahren wussten wir, dass du in meinem Bauch bist und jetzt tobst du hier rum.

Arztbesuche: Jetzt kommt die Krankheitswelle. Du hast das erste Mal Antibiotika bekommen, wegen einer Entzündung im Ohr. Tolles pinkes Zeugs – du hast es quasi aus der Einwegspritze gesogen. Die Woche danach gab es gleich wieder 40,0°C Fieber. Da war ich dann auch krank – also zusammen zum Arzt. Seitdem ging es – das darf auch gerne so bleiben.

Tagsüber: Im Kindergarten wird wieder geschlafen. Meist nach dem Mittagessen. Ab und zu schläfst du auch noch, wenn du abgeholt werden sollst. Danach ist Omazeit, bis ich dich um kurz vor fünf einsammeln darf. Im Kindergarten bist du so gerne – wenn mit uns andere Kinder ankommen, wird schon in der Garderobe ausgiebig gekichert und gebrabbelt.

In den Nächten: Die vier Eckzähne sind durch und drei der Backenzähne auch komplett – beim vierten fehlt noch ein ganz kleines bisschen. Ab und zu schläfst du jetzt wieder 2-3 Stunden, bevor du das erste Mal nach mir rufst. Manchmal bekomme ich dich sogar ohne stillen beruhigt und zurück in den Schlaf gekuschelt. Nachts bei uns wachst du noch 1-2x auf – es wird tatsächlich langsam besser.

Stillen/Beikost: Wehe, wir wollen dir beim Brei helfen. Das willst du komplett alleine machen. Abends bekommst du immer mal wieder Brot statt Brei – da bist du dir selber noch nicht einig, was besser ist. Trinken aus einem richtigen Becher ist der Hit! Gestillt wird abends und nachts noch.

Unterwegs: Auto, Kinderwagen, Buggy.

Gelernt: Laufen! Du kannst jetzt richtig laufen! Immer mehr angedeutete Worte hören wir – alles ist jetzt „Abi dabi!“ Durch ein tolles Auto mit Musik murmelst du manchmal auch schon „ABC…“ Wenn dein Papa mit seiner Nerf schießt, holst du ihm die Darts zurück. Du kannst sie auch schon richtig in die Nerf stecken.

Familie: Du hast endlich deine Cousine und deinen Cousin getroffen und zusammen habt ihr den ganzen Nachmittag gespielt. Auch deine Tanten waren sehr glücklich, dich zu sehen.

Kleiderkiste: 80. 86 teilweise. Noch immer. Ich habe letzte Woche den letzten 74 Body aussortiert.

Wir mit dir: Du weißt genau, wie du uns um den Finger wickeln kannst. Es ist so schön zu sehen, wie du mich und deinen Papa als sicheren Ort hast. Du und dein Papa, ihr macht mir regelmäßig richtiges Herzklopfen <3

Taps, taps, taps.

Der kleine Wolf läuft jetzt. So richtig. Und wer läuft, braucht auch richtige Schuhe.

Wir waren am Wochenende bei den Schwiegereltern und ein bisschen im Fördepark bummeln. Bei Reno gabs es dann für den Wolf die ersten Schuhe. Die Verkäuferin war nicht so talentiert, also mussten Oma und ich die Schuhgröße des Kleinen ermitteln. Größe 20 ist es geworden. Zwei Paar Schuhe hat er anprobiert, das zweite Paar war es dann. Er hat sich die Schuhe auch schon selber aus dem Regal ausgesucht. (Was ich nicht verstehe: Warum produziert man Schuhe in so kleinen Größen, die furchtbar starr und hart sind?)


Es ist faszinierend, wie verschieden die Kinder laufen lernen. Der Wolf übte ja schon länger, kleine Strecken frei zu laufen. Montag vor zwei Wochen lief er beim Geburtstag seiner Uroma nur noch. Dienstag war er krank – kein einziger Schritt. Ab Mittwoch dann langsam wieder. Seitdem wird es jeden Tag mehr. Man braucht ihn auch nicht mehr daran zu erinnern, dass er laufen kann. Er macht es einfach. An der Hand von Erwachsenen laufen macht er nur, wenn er auch Lust dazu hat. Sein Kindergartenkumpel hat über Wochen nichts anderes gemacht – lies einfach nicht los und hat fast den ganzen Tag eine der Erzieherinnen in Beschlag genommen. So klein und schon so verschieden.

Lauf, kleiner Wolf, lauf – wir sind hier an deiner Seite.