Meine Glücksmomente 12/2015.

Da steckt die Pia im Umzugschaos und ohne ihren Eintrag hab ich gleich meine Glücksmomente vergessen…

Montag habe ich mich jeden Moment gefreut, wenn ich in den Spiegel geschaut habe: Mein erster Tag mit dem neuen Ohnezahn-Qwertee!

 

Dienstag habe ich wieder einen Spaziergang durch die Marschkammer gemacht – mit Wolf im Tuch. Ich bin sehr verliebt in mein Pollora. 

  

Mittwoch habe ich mir noch etwas Zeit genommen und das Oberteil für den kleinen Wolf fertig genäht, dafür gab es dann halt keinen Kaffee in Ruhe. Auch okay, ich mag das wirklich sehr, wenn er etwas trägt, was ich genäht habe. 

 

Donnerstag ging mein Nähanfall gleich weiter und ich habe 2 1/2 Hosen zugeschnitten. Den Rest dann am Wochenende. 

 

Freitag durfte ich das Paket aus der Windelbar öffnen – so schön bunt! Ein paar Einlagen brauche ich noch, dann sind wir erstmal komplett. 

 

Und abends gabs das hier – wow, so lecker! 

 

Samstag habe ich wieder nur für mich gekocht, der Liebste mag Thai-Curry nicht so. Aber weil er sich das gewünscht hat und ich auch Lust darauf hatte, habe ich um zehn noch einen Marmorkuchen gebacken. 

 

Und wie das dann so ist, wenn man eigentlich nichts vor hat und ein paar Bemerkungen auf Twitter macht, bekommt man plötzlich von einem Herzmenschen Besuch. Wir sind dann zum Meer gefahren und haben dort einen Spaziergang gemacht. Das Wetter war traumhaft und der kleine Wolf hat sich bei mir aus der Trage das Meer angeschaut. Danach gab es Kuchen, Kakao und Tatortreiniger über Beamer. Schöner Sonntag!

  

  

Meine Glücksmomente 02/2015.

Jetzt gerade liege ich mit einem zappelndem Baby auf den Beinen auf dem Sofa und versuche mich zu erinnern, was in der letzten Woche schön war. Eigentlich war die Woche echt schön, nur sind da so ein paar Dinge, die ich gerne endlich geklärt haben möchte, um meinen Kopf wieder etwas freier zu bekommen.

So, was war denn besonders schön letzte Woche?

Am Dienstag waren wir bei meiner Oma, um ihr den Baum aus der Wohnung zu schmeißen. Natürlich wurden wir mit Keksen empfangen und der kleine Wolf angeschmachtet ohne Ende. Meine Großeltern werden langsam wirklich alt, aber wenn wir sie besuchen, blüht vorallem meine Oma so richtig auf. Sie mit ihrem Urenkel zu sehen, macht mich richtig glücklich.

Mittwoch sind wir ganz spontan nach Heide bummeln gefahren. Dabei habe ich mir meine ersten Rieker Schuhe gekauft. In rot. Gefüttert. Liiiebe! Meine Stiefel vom letzten Jahr waren schon wirklich ausgelatscht, aber wegschmeißen, bevor ich neue habe, wäre ein doofer Plan gewesen. Der Rückbildungskurs am Abend war auch irgendwie schön – obwohl die anderen sich schon kannten.

IMG_1415.JPG
Samstag hat mein Mann einen Minecraft-Tag eingelegt und ich habe mit dem Wolf meine Eltern besucht. Ich bin meist kaum da, schon ist er bei seiner Oma oder seinem Opa auf dem Arm. Es ist so schön zu sehen, wie sehr sie sich über ihn freuen.

Es stürmte am Wochenende ja doch etwas und obwohl mein letzter Nordseebesuch erst eine Woche zurück lag, haben wir den Wolf in seinen Plüschanzug gesteckt und sind zum Deich. Dort kam er in die Trage unter meine Jacke. Gereicht hat es für Treppe hoch, 100 Meter auf dem Deich, Treppe runter, auf der Landseite zurück. Ich hatte leider keine Kamera dabei. Es war eine Stunde vor Hochwasser und das Wasser kam schon über die Steinkante. Die Wellen hätte ich mir Stunden anschauen können. Meine Lippen schmeckten nach Salz und meine Brille war ebenfalls von einem feinen Salzwasserfilm bedeckt. Danach haben wir es uns im Wohnzimmer mit einem Stück Torte und Kakao gemütlich gemacht. Das war wirklich schön.

Mehr Glücksmomente gibt es hier bei der lieben Miez.

Meine Glücksmomente 01/15.

Die Pia hat auf ihrem Blog Mama Miez im letzten Jahr schon jede Woche ihre „Just for me moments“ mit ihren Lesern geteilt, da wollte ich schon mitmachen, aber so Momente ganz für mich hatte ich selten. Mal sehen, wie oft ich dieses Jahr Glücksmomente festhalten kann.

Das war eine schöne erste Woche in 2015. unser Silvester haben wir bei unseren Freunden südlich von Hamburg verbracht. Das neue Jahr begann also mit vielen tollen Menschen und lustigen Spielen. Um Mitternacht knutschte ich mit meinem Mann, der unser Baby hielt. 2014 hat uns den kleinen Wolf geschenkt – in 2015 werden wir ihm beim Wachsen zuschauen. Das Feuerwerk schaute ich mir dann mit den anderen an. Ich liebe es, staunend in den Himmel zu schauen – muss aber selber nichts anzünden. Außer Wunderkerzen.

IMG_3020.JPG
Gestern waren der kleine Wolf und ich zusammen am Meer. Für ihn war es das erste Mal – und er hat den kompletten Ausflug verpennt. Eine 3/4 Stunde bin ich am Wasser gelaufen und es tat mir unheimlich gut. Die Nordsee ist mein Ruhepol und mein Ort, um neue Kraft zu schöpfen. Momentan ist es sehr ruhig – bis die Vögel zurück kommen, dauert es noch ein bisschen. Das letzte Mal war ich noch mit Kugelbauch hier und habe es nicht mal bis runter zur Steinkante geschafft.

IMG_3028.JPG
Das Meer war zwar gerade dabei abzufließen, aber ein Sonnenuntergang am Hafen ist auch dann wunderschön. Die Luft war kalt und klar – man konnte bis zu unserem Dom schauen. Auf der Meerseite bis Büsum und Friedrichskoog. Ich war nicht ganz alleine, es war aber auch nicht zu voll. Es war wundervolle Zeit für mich. Eigentlich kann ich es auch kaum abwarten, bis wir hier mit dem Schlitten fahren können. Der Liebste und ich haben uns hier schon Schneeballschlachten geliefert – bald machen wir das zu dritt.

IMG_3026.JPG

Ich hoffe sehr, dem kleinen Wolf später meine Liebe zum Meer vermitteln zu können. Das ist einfach etwas Magisches.

Meerverliebt. #Meerparade

Über den Beitrag „Nebenan“ auf dem Blog Frische Brise bin ich auf die Blogparade „Mein Text zum Meer“ vom Jazzblog gestoßen. Über das Meer habe ich hier schon zwei Mal geschrieben. „Das Meer. Mein Meer.“ und „Los, raus! Das Meer ist aufgewacht!„. Trotzdem kann ich es nicht lassen, noch ein paar Worte zu finden.

Meerverliebt. Das ist wohl der Begriff, der mich am besten beschreibt. Wenn man meerverliebt ist, muss man auch sturmerprobt sein. Oder genau das lernen. Das Meer ist ab und an wie die Liebe – lange Zeit ruhig und gemütlich, aber manchmal ohne Vorwarnung höchst gefährlich. Berechenbar ist nichts. Und genau das liebe ich. Das Meer sieht immer anders aus, ist jedes Mal etwas verändert. Die Schaumkronen, die bei Sturm über den Deich kriechen. Das Watt, was immer dann gerade zu sehen ist, wenn man Besuchern das Meer zeigen möchte. Das Strandgut, was nach einer Sturmflut die Wasserlinie am Deich zeichnet…

Beim Sturm auf dem Deich stehen. Sich kaum auf den Beinen halten können. Der wind lässt die Augen Tränen. Die Lippen schmecken nach kurzer Zeit salzig. Die Haare sind vollkommen verwuschelt. Die Kleidung flattert laut. Es rauscht in den Ohren. Die Stimme kommt nicht über die Lautstärke des Meeres. Dann schlägt mein Herz besonders schnell. Ein Lächeln im Gesicht. Meerverliebt.

Los, raus! Das Meer ist aufgewacht.

Rausgehen, die Nase in den Wind halten. Konnte ich den ganzen Winter zwar, aber jetzt ist etwas Besonderes. Es ist warm gewesen. Die letzten Tage. Heute auch, aber heute ist es anders. Das Meer ist aufgewacht. Ich höre es, wenn ich an meinem Schreibtisch sitze. Überhaupt – es ist nicht mehr still. Die Vögel krächzen und streiten sich um das beste Baumaterial. Die Segel der ersten Segelschiffe flattern im Wind. Tausend neue Geräusche, die man eigentlich über den Winter nur vergessen hat. Still und warm – das ist ein Zustand, den ich nicht mag. Still und kalt ist okay. In Ordnung. Eigentlich sogar toll.

Aber heute. Seit heute ist das Meer wieder wach. Es rauscht, es peitsch gegen die Fähren, die Schiffe. Wie Musik irgendwie. Das Meer ist Liebe. Jetzt, wo es nicht mehr schläft, ist Frühling. Für mich.

Die schönste Jahreszeit? Eigentlich… mag ich alle. Auch wenn ich totaler Wintermensch bin und jede Schneeflocke ein hüpfendes Herz ausgelöst hat. Ich liebe es, wie es momentan ist. Die Vögelschwärme, die über die Wiesen fliegen, die Natur, die langsam aufwacht, die Sonne… Mein Lieblingsort ist zwar der Schatten, aber ohne die Sonne gibt es ihn nicht.

Und das Meer… Im Winter ist es aufregend und kalt und macht rote Wangen und gefährlich – jetzt ist es einfach nur schön. Wie es glitzert in den Sonnenstrahlen und wie die Schatten der kleinen Wolken über das Wasser jagen.

Wie schön, dass du aufgewacht bist, Meer. Du hast mir gefehlt.