Traumhaus. 

Momentan wird in meinen Timelines bei Twitter viel umgezogen, renoviert, gebaut und ausgemistet. Ausmisten mache ich hier im Kleinen auch – das ist schon nötig irgendwie. Alles andere muss noch etwas warten. 

Ich würde so gerne ein Zimmer für den Wolf einrichten. So komplett mit nur Möbeln für ihn, Tapete die kindgerecht ist und schickem Teppich. Wir haben in unserer 3-Zimmer-Wohnung beim Einzug nichts an den Wänden gemacht. Es war überall tapeziert, einfach überstreichen wäre nicht gegangen. Deswegen ist das Kinderzimmer hellgrün, das Wohnzimmer auf einer Seite Lila und im Schlafzimmer ist eine Wand sogar untapeziert, weil dort der Kleiderschrank steht. 

In unserem Traumhaus würden wir uns dann richtig austoben. Ich wünsche mir generell Teppich -Laminat ist nicht mein Fall. Fliesen im Bad, Flur und Küche. Schicke Tapete im Wohnzimmer, Zirkusadel-Farben im ganzen Haus. Ein schönes kuschliges Sofa im Wohnzimmer. Platz für einen großen Kratzbaum mit Kuschelhöhle für Ophealia. Eine Werkstatt für den Liebsten. Ein großer Zuschneidetisch mit Platz für meine Stoffe. Mehr Regale, damit Backformen und Töpfe nicht so sehr getetrist stehen müssen.  

Was ich mir früher nie vorstellen konnte: Sehnsucht nach einem Garten. Mit Schaukel für den Kleinen. Und Hängematte für uns. Gemütliche Terrasse mit Grillplatz. Auslauf für die Katze, wann sie will. 

Außerdem wäre ein Gästezimmer toll. (Noch toller eine kleine Ferienwohnung – vielleicht ein Schlafzimmer, Wohnzimmer mit Küchenecke und Schlafcouch und ein niedliches Bad.) Es wäre so schön, einfach sagen zu können: Sehnsucht nach Meer? Dann kommt doch einfach vorbei, wir haben Platz. Hach. 

Aber noch sind das nur Träume. Ein, zwei, drei Jahre wird das noch dauern. Was sind das schon? Zeit vergeht so schnell…

Hochzeitsfeier.

Wir fuhren zu fünft mit wenig Platz in unserem Skoda Fabia auf den Parkplatz vor dem Vereinsheim. Alle Gäste standen im Halbkreis vor der Tür und warteten. Es sah absolut toll aus. Alles so wunderbar in schwarz rot! Ich bin wirklich froh, dass wir uns da von Niemandem reinreden lassen haben. Das hat die Feier wirklich perfekt und zu unserer Feier gemacht. Meine Traumzeugin stellte sich vor meine Autotür, bis der Liebste kam und sie öffnete. Etwas blass um die Nase, aber absolut umwerfend hübsch sah er aus. Sein Anzug ist der Hammer und passt so toll zu meinem Kleid.

Dort standen wir jetzt und waren etwas unschlüssig wie es weiter geht. Alles starrte uns an und wartete. Dann kamen die Gäste zu uns und gratulierten mir noch, dem Liebsten hatten sie schon vorher gratuliert. Er hielt sich wacker und wir gingen mit der ganzen Gesellschaft in den Saal. Ein paar Gäste fehlten, unter anderem unsere Fotografen. Handyempfang gibt es dort nur außerhalb des Gebäudes, also gaben wir die Getränke frei und ich versuchte, die fehlenden Gäste zum Ort der Feier zu lotsen. Meine Traumzeugin bereitete währenddessen unsere alternative Trauung vor.

Das war der absolute Oberhammer. Sie hat es einfach wundervoll gemacht. Traumhaft. Es war so passend – was Schöneres hätte ich mir nicht vorstellen können.

Da es meinem Mann so ganz und gar nicht gut ging, haben unsere Freunde alles, was sie geplant haben, vorgezogen. Wir haben nach der Rede draußen Gruppenbilder gemacht, ein paar Fotos gibt es noch von mir, wie er sich auf mir abstützt. Dann sind wir zurück rein, es gab endlich Buffet! Mir grummelte auch ein wenig der Magen, also habe ich nur ganz bisschen probiert. Aber es war einfach so lecker! Mein Vater hielt noch eine Rede (mit der Bobbycar-Story, die ich vielleicht irgendwann noch mal erzähle) und musste sich am Schluss ein paar Tränen verkneifen. Meine Schwester und die Schwester des Liebsten haben mit unseren Freunden eine wunderbare Hochzeitszeitung erstellt. Als ich sie am Tag nach der Hochzeit dann in Ruhe gelesen habe, war ich teilwese wirklich den Tränen nah. So schön!

Als wir dann das Dessert-Buffet – Oreo-Cheesecake, Kalter Hund und Apfeltiramisu in kleinen Gläschen – eröffnen wollten, wurde plötzlich das komplette Licht ausgeschaltet. Ich hörte aus der Küche Wunderkerzen britzeln. Unter aufgeregten Ohhhs und Ahhhs spazierte meine Schwester mit einem Eis-Tablett zu uns. Darauf war ein kleiner grüner Drache aus Eis, der Feuer spuckte! Aww! So süß! Er sollte eigentlich ungefähr eine Stunde stehen, bis wir ihn anschneiden durften, aber er schmilzte schon etwas früher und lies die Flügel hängen. Dieses kleine Kerlchen war so großartig. <3 Beim Anschneiden hielt ich ihm dann die Augen zu… Für die Nachtische habe ich noch sehr viel Lob bekommen – es hat allen wirklich gut geschmeckt. Das war die Arbeit dann auch wert.

Unsere Fotografen (die übrigens auch mit unsere besten Freunde sind!) haben zwei kleine Bäume besorgt, an die die Gäste Schmetterlinge mit Botschaften an uns hängen konnten. Daneben hatte meine Schwägerin einen Baum auf eine Leinwand gemalt, auf der die Gäste Fingerabdrücke hinterlassen konnte. Sie hat später noch den Baum etwas aufgefüllt und viele Blätter dazu gemacht. Auf dem Baum sitzen zwei Vögel, die ein bisschen wie Twittervögel aussehen. Das Bild soll definitiv an die Wand bei uns. Es gab auch noch zwei Gästebücher – die müssen aber wohl noch in einer der Kisten sein, die ich bisher noch nicht ausgepackt habe. Meine Mutter hat mir zu späterer Stunde einen Ordner mit Rezepten überreicht – jeder Gast, der wollte, hat uns sein Lieblingsrezept aufgeschrieben! So eine tolle Erinnerung. Die Oma des Liebsten sogar mit einem Gericht, was er bei ihr so gerne gegessen hat.

Nach dem Essen haben wir dann die Fotobox eingeweiht – die Bilder sind der Knaller! Mal sehen, was wir damit anstellen. Vielleicht lege ich dann entsprechende Abzüge zu den Danksagungen. Mein Mann war so kaputt, dass ihn sein Theo nach Hause gefahren hat – zum Glück war er überhaupt mit und konnte einen Teil der Feier miterleben! Zwischenzeitlich sah es ja gar nicht danach aus.

Überall waren inzwischen Gespräche am Laufen, es wurde geschnattert und Fotos gemacht. Familie und Freunde vermischten sich. Als die anfänglichen Hemmungen überwunden waren, hat sogar meine Oma mit den bösen Grufties gesprochen. Da alle schwarz-rot trugen, waren wir nicht Außenseiter von Beginn an. Ich habe später zusammen mit ein paar anderen die Laternen und Grablichter für draußen angezündet und verteilt. Dann konnte sogar das nervige Außenlicht ausbleiben. Das hat den ganzen Vorplatz erhellt. Normalerweise funktioniert das auch mit Bewegungsmelder, die waren zum Glück kaputt. Mit den Grablichtern und den Latern war es unglaublich gemütlich draußen. Man ist dort weit weg von allem, hat freien Blick auf den Deich und in einiger Entfernung leuchten regelmäßig die Warnlichter der Windkraftanlagen. Das Wetter war ein Traum. Es war den ganzen Abend trocken und auch nicht zu kalt – man konnte also prima draußen sitzen und sich unterhalten.

Dafür wurde es drinnen immer wärmer. Viele Menschen, Kerzen… Uff. Das Problem war eigentlich, dass der Tisch mit den Großeltern sich ständig beschwert hat, wenn die Fenster oder die Tür offen waren. Sie wollten uns aber unbedingt tanzen sehen. Für’s tanzen war es uns allerdings zu warm. Ein Teufelskreis. Irgendwann habe ich dann den DJs ein Zeichen gegeben und sie haben die Musik aufgedreht. Nach zwei Liedern war der älteste Tisch quasi leer. Hihi, Plan aufgegangen. Nur die Eltern meines Vaters sind noch etwas länger geblieben. Oma war so unglaublich begeistert und hat sich so sehr gefreut. Sie erzählt inzwischen jedes Mal, wie toll es doch war.

Ich tanzte stundenlang. Immer unterbrochen vom hastigen Glas Cola runterstürzen. Mir war so warm. Den Bolero hatte ich längst ausgezogen. Wenn die Playlist aus den Songs besteht, die man sich gewünscht hat, dann passiert das halt. Die Locken waren ebenfalls rausgetanzt, aber der Rest der Frisur saß noch. Es war so toll, die ganzen Lieblingslieder laut zu hören. Bei etwas normaleren Liedern tanzte dann auch die Familie mit. Es war wundervoll.

Zwischendrin habe ich am Rande von ein paar Gnatschigkeiten zwischen Freunde gehört, aber ich hatte überhaupt keine Zeit mich darum zu kümmern. Wollte es ehrlich gesagt auch nicht. Das war unser Tag. Wir waren einfach mal die Hauptpersonen. Ich hasse es sonst wie die Pest, im Mittelpunkt zu stehen – Freitag war das toll. Ich habe mich so wohl gefühlt in meinem Kleid und mit dem Ring am meinem Finger und meinem Mann neben mir. Hach.

Eigentlich wollte ich um Mitternacht noch den Kuchen anschneiden. Nun ja. 12:15 Uhr ist es dann geworden. Es gab umgewandelten Papagaien-Kuchen in Rot-Dunkel. Mit roter Grütze-Pulver und Kakao. Oben auf dem Kuchen sollte eigentlich eine zweite Etage sein – der kleine Kuchen ist mir nur leider beim Wenden durchgebrochen. Nach einem kurzen Panikanfall habe ich mit einem Fledermausausstecher Kuchenstücke ausgestochen und mit rotem Zuckerguss auf dem Kuchen festgeklebt. Dann den Rest des Zuckergusses über die Kuchen gekleckst. Nomnomnom.

Es war genau die Feier, die ich mir gewünscht hatte – nur hätte ich gerne bis spät mit meinem Mann getanzt.

Vielen Dank an alle Gäste, die dabei waren <3
Nur mit und dank euch ist das so wunderbar geworden!

(Und jetzt werfe ich alle Hochzeitsblog aus meinem Feedreader und widme mich der Weihnachtsgeschenkezeit, oder so. Fotos zeige ich noch, wenn ich welche habe.)

Träumereien.

Ich stehe lächelnd auf dem Deich und habe meine Hände auf meinem Bauch. Eine kleine Kugel erkennt man, wenn man genau hinschaut. – Meine Jacke geht nicht mehr ganz zu und ich bastel die Erweiterung ein. Freudig ziehe ich das Gummi daran zusammen und kann meine Jacke wieder schließen.

Das waren zwei Fragmente von meinem Traum heute Nacht. In den letzten Tagen habe ich mich mit der Regelung von Bereitschaft in der Schwangerschaft beschäftigt, weil ich wohl ab April Bereitschaft haben werde. Das scheint mich mehr zu beschäftigen, als ich erst dachte. Es wird interessant werden, wenn es soweit ist. Ich war in dem Traum deutlich schlanker als jetzt, ich bin mit WW auf dem Weg dorthin. Es sind momentan ungefähr minus fünf Kilo und ich fühle mich schon jetzt besser. Mal sehen, wo ich dann nächstes Jahr bin.

Hochzeitsplanungen.

Mit diesem Artikel gebe ich vermutlich ein Stück weit die Anonymität auf – wer den Verdacht hat, mich von einem anderen Twitteraccount zu kennen, darf mir gerne schreiben. Ich wäre nur froh, wenn das per Nachricht wäre. Die Verbindung zwischen meinen Accounts wird noch früh genug offen gelegt werden.

Aber das Thema gehört einfach hier her. Zu unserem Traum.

Wir wollen heiraten. Das wissen wir schon, da waren wir kaum 3 Monate zusammen. Ein Leben ohne ihn möchte ich nicht mehr. Durch ein bisschen Zahlenspielerei haben wir auch schnell ein Datum gefunden, was perfekt zu uns passt. Freitag, der 13. September 2013 soll es sein. Natürlich ist das noch lange hin, aber gerade bei unserem doch recht geringen Budget ist es vielleicht gar nicht schlecht schon so früh anzufangen. Ich habe seit letzter Woche eine Liste in meiner Wunderlist-App, die inzwischen schon 33 Punkte mir vielen Notizen beinhaltet. Es ist viel zu tun.

In einem Punkt bin ich sehr altmodisch: Der Heiratsantrag. Maximal ein Jahr vorher. Dann darf mein Traummann sich austoben. Aber vorher nicht. (Auch wenn ich schon jetzt so aufgeregt bin und am Liebsten verlobt wäre…)