5 Monate kleiner Wolf.

Lieber kleiner Wolf, fünf Monate bist du jetzt Teil unserer Familie,

Arzt- bzw. Hebammenbesuche: Dir ging es den ganzen Monat über gut, wir mussten also nicht zum Arzt. Nur zum Impfen waren wir. Da war die andere Vertretungsärztin zuständig – die war wirklich super. Du hast wieder nur ganz kurz geweint, ich konnte dich schnell beruhigen. Den Rückweg hast du bei mir im Tuch verschlafen.

Tagsüber: Morgens bist du immer öfter wach, wenn der Wecker von deinem Papa klingelt. Dann wird fröhlich gekichert und erzählt.

In den Nächten: Deine Schlafenszeit hat sich jetzt auf 19 Uhr verschoben. Gegen halb sieben macht dein Papa dich bettfertig und sagt dir gute Nacht. Dann bringe ich dich ins Bett und stille dich. Gegen halb acht kann ich mich dann von dir wegschleichen. Wir stillen manchmal nur noch 2 Mal, manchmal 5 Mal. Das ist ganz verschieden.

Stillen: Inzwischen haben wir durchaus mal 4 Stunden Stillpause – dann wird es aber für mich Zeit, dass du trinkst. Zum Glück willst du das in den meisten Fällen dann auch.

Unterwegs: Wir haben jetzt ein Pollora Brunhilda – und das ist ein Traum. Mit dem Kinderwagen waren wir den letzten Monat gar nicht unterwegs, du warst immer in der trage oder im Tuch. Gerade gestern knapp 4h bei mir. Es ist so schön zu sehen, wie du immer länger wach bleibst und die Umgebung anschaust und alle anlachst.

Gelernt: Du machst uns jetzt gerne was nach. Seit ich dir vorgemacht habe, lustige Geräusche mit den Lippen und der Zunge zu machen, machst du das in einer Tour. Auch nachsts im Schlaf. Oder wenn der Schnuller drin steckt. Wenn du auf dem Fußboden liegst, kreiselst du. Egal, ob du auf dem Bauch oder auf dem Rücken liegst. Liegst du auf dem Bauch, drückst du dich fast die ganze Zeit mit dem Oberkörper hoch. Das erinnert mich immer an eine Figur beim Yoga, die ich lange nicht so ausdauernd kann wie du. Dein Greifen ist inzwischen so gezielt, da muss ich mit meiner Brille wirklich aufpassen. Seit Montag ist auch dein erster Zahn komplett durch. Der zweite untere Schneidezahn steht auch schon in den Startlöchern, mal sehen wann der auch durch ist. Scharf ist der kleine Zahn jetzt schon.

Familie: Wenn ich mal eine Woche nicht mit dir bei deinen Groß- und Urgroßeltern war, wird gleich vor Sehnsucht angerufen. Solange ich noch nicht arbeite, kann ich das mit dir zum Glück machen. Du bist wirklich wie Medizin für deine Uroma und deinen Uropa, weißt du das? Ich habe ihnen letztes Mal Fotos mitgebracht, die waren schon gerahmt, als wir Montag da waren. Du Geschenk.

Kleiderkiste: 62, erste Teile in 68. Ich habe es geschafft, dir noch eine Hose zu nähen und bin unglaublich stolz, wie gut sie dir passt. Ich war auf drei weiteren Babybasaren – wirklich viel habe ich aber nicht erstanden. Erstmal abwarten, wie schnell du jetzt wächst und in welcher Größe du noch Shirts für den Sommer brauchst.

Wir mit dir: Es ist so toll zu sehen, wie du bei deinem Papa oder bei mir einfach weißt, dass du unser größter Schatz bist. Wenn du bei anderen auf dem Arm bist, geht dein Blick immer wieder kurz zu uns – keine Angst, wir lassen dich nicht alleine.

5 Monate sind jetzt rum. Und wir lieben dich jeden Tag mehr <3

4 Monate kleiner Wolf.

Lieber kleiner Wolf, vier Monate sind es jetzt – zwar nicht auf den Tag genau, aber doch irgendwie.

Arzt- bzw. Hebammenbesuche: Die U4 stand an und war kein Problem. Unser Kinderarzt ist leider krank, weswegen seine Vertretung dich untersucht hat. Der war ganz okay, aber ich hoffe, dein eigentlicher Arzt wird schnell wieder gesund. Du wiegst jetzt 6480 Gramm und bist 63 cm groß. Fleißig gewachsen also. Die ersten Impfungen standen auch an – du hast kurz geweint, ich konnte dich aber schnell beruhigen. Den Tag über hast du viel geschlafen und abends warst du ein bisschen warm, aber Fieber gemessen habe ich nicht. Dafür ging es dir am Donnerstag nicht so gut. Aber bei mir im Tragetuch war es dann auszuhalten.

Tagsüber: Wir kuscheln morgens immer noch schön – wenn ich dann aufstehe und du aufwachst, höre ich dich irgendwann erzählen. Es wird nicht mehr sofort losgeweint, wenn du merkst, dass ich nicht mehr neben dir liege. Ich liebe es sehr, dir beim Aufwachen zuzuschauen. Du streckst immer so niedlich die Arme in die Luft und grinst mich dabei an.

In den Nächten: Abends lege ich dich gegen 20 Uhr ins Bett, stille dich und stehe wieder auf. Das dauert je nach Tag 10-45 Minuten. Bis wir dann ins Bett gehen, war ich noch so 2-5 Mal bei dir – aber da du gerade erst übst alleine zu schlafen ist das vollkommen in Ordnung. Ich weiß noch gar nicht so recht, was ich dann so ohne dich machen soll… Freitag hast du einfach so zweieinhalb Stunden geschlafen und ich war schon ganz nervös. Verrückt, wie sich das alles so schnell verändert.

Stillen: Du trinkst nach wie vor sehr schnell. 5-10 Minuten und du bist fertig. Wenn du nicht mehr trinken möchtest, ziehst du dich auf meinem Schoß hoch. Das sind dann deine Sit-Ups. Wenn viel um dich herum los ist, lässt du dich schon mal ablenken, aber wenn du richtig Hunger hast, ist dir alles um dich herum egal.

Unterwegs: Die Gurtschoner für die Emeibaby sind zum Glück da, die darfst du gerne ansabbern. Ich habe dich wieder ein paar Mal im Tuch getragen und jetzt beschlossen, dass ich auch ein eigenes kaufen möchte. Auch würde ich gerne mal etwas anderes als die Wickelkreuztrage ausprobieren. Dein Papa trägt dich nach wie vor gerne in der Ergobaby – aus der du jetzt auch rausschauen kannst. (Dein Papa erzählte neulich, was für ein Frauenmagnet du in der Trage bist – das fängt ja schon gut an. Hihi.) Deine Oma und ich haben aber auch einen schönen Spaziergang mit dir im Kinderwagen gemacht. Klappt also auch.

Gelernt: Der Spielebogen ist deine neueste Entdeckung. Wie toll da alles raschelt und rummst und sich dreht! Die Katze liegt da zwar auch gerne drunter, aber das ist wirklich dein Bogen. Deine Oball-Rassel wird auch fleißig angesabbert. In den Mund passt die ja leider nicht.

Familie: Wir waren wieder bei deinen anderen Groß- und Urgroßeltern zu Besuch. Gleiches Bild wie hier: Wir kommen an, stellen dich ab und bevor wir begrüßt werden, wirst du angestrahlt. Deine Cousine hatte dich wieder auf dem Schoß und du hast dich immer weggekichert, wenn wir ihren Namen gesagt haben.

Kleiderkiste: Immer noch 62. Da passt du wunderbar rein. Wobei ich darauf achten muss, regelmäßig zu waschen, so viele Schlafanzüge und Hosen hast du nicht. Da werde ich in 68 noch etwas aufstocken müssen, da sieht das ähnlich aus. Letzte Woche habe ich die erste Kiste Wäsche aussortiert – die Kleidung, die ich nicht so praktisch oder hübsch fand. Da darf jetzt ein Karton weiter ziehen. Dafür steht hier auch schon eine Windelkarton mit Sachen, die für Nummer zwei aufbewahrt werden. (Ich könnte es mir vorstellen, ein paar der Teile an die ein oder andere Herzfreundin zu verleihen, aber das möchte ich alles zurück.) Ich habe dir auch einen Pulli genäht – und hoffe, ich kann davon noch ein paar zaubern.

Wir mit dir: Jeder Tag ist ein neues Abenteuer und einfach wundervoll. Ich bin so unglaublich glücklich mit dir und deinem Papa. Zusammen sind wir ein super Team.

Vier Monate inzwischen… ein Neugeborenes bist du wirklich nicht mehr. Das geht so wahnsinnig schnell… Du bist einfach ein toller kleiner Wolf <3

2 Monate kleiner Wolf.

Lieber kleiner Wolf – zwei Monate bist du jetzt schon alt. Schon? Erst? Zwei Monate klingt so wenig – trotzdem ist jede Sekunde wundervoll.

Arzt- bzw. Hebammenbesuche: Da sind die Hebammen-Besuche auch schon vorbei. Beim letzten Wiege konnte sie 4,5 kg notieren – du wächst also fleißig. Dein nächster Arzttermin ist erst Ende Februar – vorher möchte ich auch nicht mit dir los müssen.

Tagsüber: Dein Papa hat momentan Urlaub, was die Tage noch schöner macht. Ich höre und sehe euch beide so gerne, wenn ihr durch die Wohnung tobt. Du bist immer noch am Liebsten bei uns – ohne Körperkontakt auf dem Sofa oder auf der Decke liegen klappt nie so lange. Außer im Bad, wenn die Dusche rauscht. Was mich entspannt duschen lässt. Du machst in unregelmäßigen Abständen Nickerchen – meistens nach dem Stillen auf mir, oder wenn dein Papa dich in die Trage steckt.

In den Nächten: Ich habe mich an die Abstände gewöhnt, muss nur aufpassen, dich auch mal auf die andere Seite zu legen, sonst gibts morgen ein leichtes Völlegefühl. Wenn ich das nicht mache, beschwerst du dich aber auch irgendwann. Dein Papa bekommt davon in den meisten Fällen gar nichts mit.

Stillen: Da haben wir inzwischen einen guten Ablauf entwickelt. Morgens und tagsüber stillen wir meistens alle 2-3 Stunden – abends etwas öfter. Wobei das auch immer davon abhängt, ob du beim Stillen einschläfst oder die ganze Zeit wach bist. Manchmal ratzt du auch einfach 4h – da schnappe ich mir dann die Milchpumpe, weil das dann doch unangenehm wird. Muttermilch aus der Flasche nimmst du ohne Probleme.

Unterwegs: Der letzte Kinderwagenversuch war nicht so erfolgreich, aber da war es auch sehr warm in der Halle und laut. Wir werden bald noch mal probieren, ob das nur ein Einzelfall war. Gerade wenn es glatt ist, möchte ich dich nicht in der Trage haben. Dafür stolpere ich viel zu viel. Auto fahren klappt immer noch sehr gut. Du weinst zwar, wenn ich dich anschnalle, aber wenn wir dich dann etwas in der Schale geschuckelt haben, ist wieder Ruhe.

Gelernt: Du lachst uns jetzt richtig mit Ton an. Wenn wir Geräusche machen, antwortest du – das ist unglaublich niedlich. Deinen Kopf hälst du inzwischen fast komplett alleine – nur wenn du müde bist, geht das nicht mehr so gut. Badewanne mit mir gefällt dir auch, genau wie das Kuscheln mit Papa danach.

Familie: Über Weihnachten waren wir mehrere Tage bei den Schwiegereltern – das hat dir absolut nichts ausgemacht. Es ist dir eigentlich ziemlich egal, wo du bist, solange ich oder dein Papa in der Nähe sind.

Kleiderkiste: 50 ist jetzt aussortiert. 56 passt wunderbar. Ein paar 62er passen auch schon. Du hast noch eine Windeltorte mit Windeln in Größe 2 bekommen, mehr werde ich auch nicht mehr kaufen. Darf dann bald Größe 3 sein. Die Stoffwindeln habe ich durchgewaschen und da testen wir dann bald mal, ob sie dir schon passen.

Wir mit dir: Wir sind völlig entspannt – weil du es einfach auch bist. Hunger, müde, neue Windel – das bekommen wir inzwischen gut raus. Ausflüge klappen jetzt sehr gut, ich fahre auch schon alleine mit dir in die Stadt.

Du bist heute 2 Monate alt und deine Eltern sind heute 4 Jahre ein Paar. Du passt einfach wunderbar in unsere Familie <3

 

1. Monat kleiner Wolf.

Wow, jetzt bist du schon vier Wochen und drei Tage bei uns. Das ging so verdammt schnell – wobei ich mir ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen kann.

Arzt- bzw. Hebammenbesuche: Die Hebamme kommt jetzt schon in deutlich längeren Abständen und im Grunde nur noch für mich. Sie war von Anfang an begeistert von dir und du mochtest auch schon schnell bei ihr auf dem Arm liegen, wenn sie mich untersucht hat oder mir Übungen gezeigt hat. Vor drei Tagen war die U3 – du wächst wunderbar und deine Hüfte ist genau so, wie sie sein soll. Bisschen gelb bist du noch immer – aber dank meines alten Untersuchungsheftes weiß ich jetzt auch, dass ich sogar unter der Lampe lag deswegen. Der Kinderarzt erinnerte sich sogar an mich – ich war eine seiner ersten Patienten.

Tagsüber: Wir schlafen länger als dein Papa und kuscheln morgens gerne noch ein wenig. Meist verbringst du dann etwas in der Federwiege, während ich unter die Dusche hüpfe oder im Haushalt rumwusele. Ganz neu ist jetzt, dass du dich auch mal auf einer Decke ablegen lässt. Das geht erst seit 1-2 Tagen. Meist aber auch nur für ein paar Minuten. Wenn dein Papa da ist, macht ihr erstmal Blödsinn. Wenn du satt bist, kuschelt dich Papa in der Ergobaby in den Schlaf und ich habe noch mal etwas Zeit für mich. Kurz einkaufen oder Kuchen backen oder duschen geht so prima.

In den Nächten: Du schläfst neben mir. Schlafsäcke sind absolut grauenvoll und auch deine Kuscheldecke wird weggestrampelt. Also liegst du mit unter meiner Decke – wobei ich nur halb zugedeckt bin und nur noch mit langärmligen Oberteilen schlafe. Du wirst meist gegen 1,4 und 8 Uhr wach und hast Durst.

Stillen: Das klappt wirklich prima. Anfangs hast du mir ordentlich weh getan, wenn du andockst – vom Gefühl her hast du richtig zugebissen. Das geht inzwischen. Nachts trinkst du immer eine Seite bis du satt bist, tagsüber meist beide. Wobei du ein schneller Trinker bist. Nach maximal einer halben Stunde sind wir in den meisten Fällen fertig. Mir macht es auch nichts mehr aus, unterwegs zu stillen. Im Restaurant und im Auto haben wir schon getestet – geht alles. Nur zu kalt darf mir nicht werden.

Unterwegs: Ob Trage, Tuch, Kinderwagen oder Babyschale – hauptsache du bist satt und es bewegt sich. Dann ist alles super und du ratzt schnell sein.

Gelernt: Seit heute quietscht du. Einfach so. Das ist unglaublich niedlich. Genau wie dein Lächeln – was du mir gerne schenkst, wenn wir stillen. Natürlich läuft dir dann Milch aus dem Mund, aber das ist okay. Es ist so bezaubernd, dich lächeln zu sehen. Du nimmst jeden Tag mehr von deiner Umwelt wahr. Alles was leuchtet zieht momentan deinen Blick an. Mit deinen großen Augen schaust du uns immer wieder so niedlich an. Grimassen schneiden kannst du auch wie ein Weltmeister – aber bei den Genen ist das auch kein Wunder. Du bist unglaublich neugierig – und hältst dein Köpfchen schon recht lange alleine. Ach, nicht nur Schlafsäcke sind doof – auch Socken und Hosen mit Füßchen. Aber da musst du nun mal mit leben.

Familie: Du kennst jetzt schon einen Großteil deiner Verwandschaft – und hast sie alle verzaubert. Egal wo wir hinkommen – du bist der Mittelpunkt. Dein Opa mag dich gar nicht mehr weggeben, wenn du in seinem Arm schläfst und die Waffel-Uroma blüht so auf, wenn wir sie besuchen.

Kleiderkiste: Du füllst die Klamotten in 50 jetzt richtig aus – nächste Woche kann ich die bestimmt aussortieren. Windeln in Größe 2 trägst du schon zwei ungefähr zwei Wochen – Größe 1 lief dann doch immer wieder etwas aus.

Wir mir dir: Kaum vorstellbar, wie das Leben ohne dich war, kleine Ratzerübe. Du gehörst einfach genau hier zu uns. Wie schnell sich der Tagesverlauf angepasst hat. Als hätten wir nur auf dich gewartet – was wir im Grunde ja auch haben.

Wir lieben dich sehr, kleiner Wolf <3

Drei Nächte Krankenhaus.

Im Nachhinein würde ich sagen, wären wir schon von Beginn an zu dritt im Zimmer gewesen – ich wäre früher gegangen. Aber von Anfang an: Ich wurde mit meinem Baby auf dem Schoß in das Zimmer geschoben und krabbelte dort in mein Bett. Die bisherige Zimmerbewohnerin wartete nur noch auf Ihre Unterlagen und ging dann nach Hause. Dadurch bekam ich ihr Mittagessen. Gegen Mittag kam meine Mutter uns besuchen und war absolut überwältigt von ihrem Enkel. Sie war eigentlich davon ausgegangen, dass das länger dauert bis er auf der Welt ist. Mein Mann war die ganze Zeit an meiner Seite und kuschelte mit seinem Sohn. Ich bekam noch mehr Besuch – und ich war so, so, so froh über jeden, der mir ein bisschen Ablenkung verschaffte. Auch an den nächsten Tagen. Aufstehen war zuerst noch sehr anstrengend, mir wurde schnell schwindelig. Zum Klo und zurück ging gerade so. Über die Schmerzen beim Toilettengang schweige ich jetzt mal. Autschn.

Der kleine Wolf schlief die meiste Zeit auf meinem Bauch oder im Arm vom Liebsten. Das Babybay fand er schon am ersten Tag nicht so toll. Als die Nachtschwester kam und sich vorstellte, war ich gerade etwas eingedöst. Sie bat mich, irgendwann in der Nacht zu Ihnen zu kommen, damit der Kleine gewogen werden konnte. Ich bekam von ihr dann auch gesagt, dass ich den Kleinen ruhig in meinem Bett schlafen lassen kann. Hab ich natürlich auch. Gegen drei spuckte er dann ordentlich Fruchtwasser – also ging es auch zu den Schwestern, wenn wir schon wach waren. Dort hustete er noch einige Male. Die Hebamme, die bei der Entbindung dabei war, sagte am nächsten Tag auch, dass kaum Fruchtwasser kam, als sie die Blase aufgestochen hatte. Er hatte also viel verschluckt. Gewicht war etwas weniger, aber das ist ja ganz normal. Den Rest der Nacht haben wir dann mit kuscheln und anlegen verbracht. Die Nachwehen, die ich bei jedem Anlegen hatte, waren wie starke Regelschmerzen, aber aushaltbar.

Gegen Mittag am zweiten Tag bekam ich dann die erste Zimmernachbarin. Kaiserschnitt, Ende 30, zweites Kind und noch sehr beduselt. Sie schlief viel und auch das Mädchen war sehr ruhig. Nur musste sie jedes mal klingeln, wenn sie die Kleine aus dem Babybay haben wollte. Dadurch wurde der Wolf häufiger wach, wenn sie schrie. Aber auch die Nacht war ok. Eigentlich wollte ich vormittags duschen, aber war dann die Fotografin da – ein Bild gab es trotzdem nicht, der Wolf fand es einfach doof, auf dem Kissen zu liegen. Mein Mann kam erst abends – aber meine Großeltern waren nachmittags da. Mit Kuchen! Zum Frühstück hatte ich es nicht geschafft – es gibt auf der Station morgens und abends Buffett. Ich lag den Tag über schräg im Bett – so taten die Nähte kaum weh. Nachts ging ich wieder zum Wiegen. Die Schwester war sehr nett und plauderte ein wenig mit mir.

Am dritten Tag kam dann die dritte Bewohnerin. Jünger als ich, große Klappe und irgendwie sehr überfordert. Hatte eine PDA und wurde auch geschnitten – saß trotzdem die ganze Zeit im Schneidersitz – wie auch immer sie das konnte. Ich habe es den ganzen Vormittag nur sehr kurz geschafft, den kleinen Wolf abzulegen… Es reichte nur fürs kurze Frischmachen im Bad. Als mein Mann dann abends da war, blockierte sie das Bad – duschen war wieder nicht drin. Grml. Auch wartete ich seit der Ankündigung von der Visite morgens darauf, zur Untersuchung abgeholt zu werden. Das passierte dann gegen 18 Uhr. Meine Nähte sahen gut aus, Wochenfluss lief, Blutwerte waren auch okay. Heftiger Bluterguss, aber das war alles soweit zu erwarten. Ich war froh, vorher einen so guten Eisenwert gehabt zu haben. Milcheinschuss fing so langsam an, aber das spürte ich kaum. Es gab von der Ärztin dann noch die üblichen Anweisungen und von ihr das okay, dass ich am nächsten Tag gehen konnte. Puh. Aber davor war noch eine Nacht zu überstehen. Die hatte es in sich. Ein Baby nörgelte eigentlich immer – nur das mittlere Baby weinte nicht, es schrie wie 6 Sirenen. Von 0 auf 100 in einer Sekunde. Der kleine Wolf war ziemlich unbeeindruckt – dafür hatte er nachts die erste Milchschnute. Mein Spaziergang zum Wiegen gegen 2 Uhr brachte dann noch den fehlenden Hörtest hervor. Nur – schlafend bekam ich das Baby im Babybay nicht aus dem Zimmer. Also kam die Schwester zwei Stunden später reingeschlichen und machte den Test auf meinem Bauch. Zum Glück war es da gerade mal ruhig im Raum. Mehrmals war Festbeleuchtung an, weil Frau PDA die Lampe über ihrem Bett nicht an bekam. Grml.

Bei der Visite am Morgen beschwerten sich die anderen Beiden, dass ihre Kinder ja nicht zum Wiegen abgeholt wurden und auch nicht gewickelt wurden. Hm ja. Eigentlich waren beide inzwischen wieder fit genug um selber zu laufen oder zumindest um zu klingeln, wenn die Babys wach waren. Haben sie aber nicht. Selber Schuld irgendwie. Ich wartete auf den Kinderarzt. Die U2 wurde gegen 12 Uhr gemacht – der Arzt war vom Namen begeistert und alle Untersuchungen waren super. Sogar Blut abnehmen wurde nur mit kurzem Genörgel quittiert. Mit einem Entlassgewicht von 3030 Gramm ging es nach Hause. Beim Stillen bekam der kleine Wolf inzwischen auch richtig Milch – ich habe den Milcheinschuss so gar nicht mitbekommen. Nur meine Oberweite war schon wieder gewachsen. Als die U2 fertig war, rief ich meinen Papa an, der meinen Mann abholte und zusammen ging es dann nach Hause. Ich wusste erst nicht richtig, wie ich im Auto sitzen sollte, schließlich hatte ich das die letzten Tag eher vermieden. Ging irgendwie. Der kleine Wolf verschlief die Fahrt nach Hause komplett.

Mein Krankenhaus-Fazit: Drei Nächte waren ok. Gerade für meine Anfangsfragen war es gut, immer eine Hebamme oder Schwester zu haben. Ich sollte am dritten Tag zur Wochenbettgymnastik – ich war dann alleine mit der Hebamme und einem Wolf, der nur weinte, wenn er nicht an meiner Brust lag. Also angedockt und mit ihre über die Geburt und das Stillen gesprochen. Sie ist auch Stillberaterin und gab mir noch ein paar Tipps. Das war echt schön. Auch bin ich echt froh, die ganze Sauerei mit dem Anfangs-Wochenfluss dort gelassen zu haben. Das hätte ich gar nicht hier haben wollen. Wobei ein Badezimmer für mich alleine natürlich schöner gewesen wäre. Es war alles in allem schon okay dort im Krankenhaus.

Das erste, was ich nach dem Stillen Zuhause gemacht habe, war ein Lachsbrötchen verdrücken und ausgiebig duschen. Das war so gut.