14+3. 101 Tage schwanger.

Wie lange bin ich schwanger?
14 Wochen und 3 Tage. Oder 101 Tage! Unglaublich, damit sind es jetzt rechnerisch noch 179 Tage.

Arzt-/Hebammenbesuche?
Anruf vom Arzt, mit Bitte nächste Woche erneut zur Blutabnahme zu kommen. Thrombozyten sind etwas niedrig, das soll kontrolliert werden. Nun denn.

Was war schön letzte Woche?
Ich hatte Zeit an der Nähmaschine und habe ein Mutti-Shirt in der Umstands- und Stillversion genäht. Der Ausschnitt ist mir etwas zu offen, aber das kommt davon, wenn man sonst nur T-Shirts trägt. Freitag schaffte ich es sogar noch, den Bauch fast komplett einzuziehen, das ging Sonntag nicht mehr.

 

Was vermisse ich?
Sport. Getränke mit Geschmack.

Was macht mein Körper?
Der erinnert mich jetzt immer mehr, dass da ein kleines Wesen in meinem Bauch wächst. Mein Puls normalisiert sich wieder etwas, dafür waren wir letzte Woche alle krank. Erkältung, Mittelohrentzündung, Fieber.

Worauf habe ich besonders Heißhunger?
Meine Dill-Soße aus Dänemark ist leer und das finde ich schon sehr doof.

Was geht so gar nicht?
Hot Dogs. Der weichen Teil der Umstandsjeans über den ganzen Bauch tragen – es darf einfach nichts auf dem Magen liegen.

Was haben wir vorbereitet?
Wippe ist da. Ein Oberteil in 56 habe ich genäht. Die Kiste 50/56 ist durchgeschaut – Oberteile sind wirklich nur 2 da, hatte nach dem Wolf viel vom ersteigerten Kram weitergegeben.

Worüber freue ich mich?
Pommes und Couscous. Und ich kann wieder ein bisschen Eis essen.

Was macht der Bauch?

 

13. SSW | 14. SSW | 15. SSW

11+4.

Wie lange bin ich schwanger?
11 Wochen und 4 Tage.

Arztbesuche?
Keine. Das Schilddrüsenzeugs scheint aber anzuschlagen. Hab noch Rennie besorgt, bisher nicht gebraucht.

Was war schön letzte Woche?
Geburtstag meiner Oma mit Treffen der Familie und Besuch bei den Schwiegereltern. Außerdem das Kettcar-Konzert!

Was vermisse ich?
Eis.

Was macht mein Körper?
Übel, übel, übel. Immer so in Wellen. Und dann ist es wieder weg. Wenn ich niesen muss, habe ich jedes Mal das Gefühl, spucken zu müssen. Ätzend ist das. Trockene, juckende Stellen an den Wangen. Teilweise kratze ich da nachts ziemlich stark.

Worauf habe ich besonders Heißhunger?
Meistens ist es eher „Essen, sofort! Salzig!“ oder „Essen, sofort! Süß!“, aber letzte Woche war es dann doch auch wieder Pommes, Kinder Country und Haribo Balla Stix – die blauen.

Was geht so gar nicht?
Bratwurst. Ich vermisse auch Hummus sehr, aber das geht auch gar nicht.

Was haben wir vorbereitet?
Zwei weitere Regale sind umgezogen und ich habe eine Decke fürs Zirkuskind gekauft. Das war mir ziemlich wichtig, der Wolf bekam auch recht früh eine.

Worüber freue ich mich?
Ich merke den Babybauch schon. Das hat letztes Mal so viel länger gedauert. Außerdem freut es mich, dass so viele in meiner Umgebung auch schwanger sind.

Was macht der Bauch?

„Dafür habe ich nicht den richtigen Mund!“

Der Wolf redet inzwischen ohne Punkt und Komma. Fängt morgens an, kommentiert alles, hört erst beim Einschlafen wieder auf. Das Gute daran: Worte, die wir meistens richtig verstehen können. Er bildet Sätze, erzählt ganze Geschichten. Wie viel davon genau so geschehen ist, steht auf einem anderen Blatt. Wenn wir etwas nicht verstehen, erklärt er uns das mehrfach. Bis wir das halt endlich kapiert haben. Aber manchmal stolpert er noch über Wörter, die er nicht so richtig aussprechen kann. Schildkröte ist eins davon. Er versucht es zwar, aber nach einigen Versuchen schaut er uns dann traurig an, schiebt die Unterlippe vor, seufzt und sagt: „Dafür habe ich einfach nicht den richtigen Mund.“

Das kommt schon noch, kleiner geliebter Wolf. <3

16 Monate kleiner Wolf.

Die Zeit rennt. Wahnsinn. Vor zwei Jahren wussten wir, dass du in meinem Bauch bist und jetzt tobst du hier rum.

Arztbesuche: Jetzt kommt die Krankheitswelle. Du hast das erste Mal Antibiotika bekommen, wegen einer Entzündung im Ohr. Tolles pinkes Zeugs – du hast es quasi aus der Einwegspritze gesogen. Die Woche danach gab es gleich wieder 40,0°C Fieber. Da war ich dann auch krank – also zusammen zum Arzt. Seitdem ging es – das darf auch gerne so bleiben.

Tagsüber: Im Kindergarten wird wieder geschlafen. Meist nach dem Mittagessen. Ab und zu schläfst du auch noch, wenn du abgeholt werden sollst. Danach ist Omazeit, bis ich dich um kurz vor fünf einsammeln darf. Im Kindergarten bist du so gerne – wenn mit uns andere Kinder ankommen, wird schon in der Garderobe ausgiebig gekichert und gebrabbelt.

In den Nächten: Die vier Eckzähne sind durch und drei der Backenzähne auch komplett – beim vierten fehlt noch ein ganz kleines bisschen. Ab und zu schläfst du jetzt wieder 2-3 Stunden, bevor du das erste Mal nach mir rufst. Manchmal bekomme ich dich sogar ohne stillen beruhigt und zurück in den Schlaf gekuschelt. Nachts bei uns wachst du noch 1-2x auf – es wird tatsächlich langsam besser.

Stillen/Beikost: Wehe, wir wollen dir beim Brei helfen. Das willst du komplett alleine machen. Abends bekommst du immer mal wieder Brot statt Brei – da bist du dir selber noch nicht einig, was besser ist. Trinken aus einem richtigen Becher ist der Hit! Gestillt wird abends und nachts noch.

Unterwegs: Auto, Kinderwagen, Buggy.

Gelernt: Laufen! Du kannst jetzt richtig laufen! Immer mehr angedeutete Worte hören wir – alles ist jetzt „Abi dabi!“ Durch ein tolles Auto mit Musik murmelst du manchmal auch schon „ABC…“ Wenn dein Papa mit seiner Nerf schießt, holst du ihm die Darts zurück. Du kannst sie auch schon richtig in die Nerf stecken.

Familie: Du hast endlich deine Cousine und deinen Cousin getroffen und zusammen habt ihr den ganzen Nachmittag gespielt. Auch deine Tanten waren sehr glücklich, dich zu sehen.

Kleiderkiste: 80. 86 teilweise. Noch immer. Ich habe letzte Woche den letzten 74 Body aussortiert.

Wir mit dir: Du weißt genau, wie du uns um den Finger wickeln kannst. Es ist so schön zu sehen, wie du mich und deinen Papa als sicheren Ort hast. Du und dein Papa, ihr macht mir regelmäßig richtiges Herzklopfen <3

Taps, taps, taps.

Der kleine Wolf läuft jetzt. So richtig. Und wer läuft, braucht auch richtige Schuhe.

Wir waren am Wochenende bei den Schwiegereltern und ein bisschen im Fördepark bummeln. Bei Reno gabs es dann für den Wolf die ersten Schuhe. Die Verkäuferin war nicht so talentiert, also mussten Oma und ich die Schuhgröße des Kleinen ermitteln. Größe 20 ist es geworden. Zwei Paar Schuhe hat er anprobiert, das zweite Paar war es dann. Er hat sich die Schuhe auch schon selber aus dem Regal ausgesucht. (Was ich nicht verstehe: Warum produziert man Schuhe in so kleinen Größen, die furchtbar starr und hart sind?)


Es ist faszinierend, wie verschieden die Kinder laufen lernen. Der Wolf übte ja schon länger, kleine Strecken frei zu laufen. Montag vor zwei Wochen lief er beim Geburtstag seiner Uroma nur noch. Dienstag war er krank – kein einziger Schritt. Ab Mittwoch dann langsam wieder. Seitdem wird es jeden Tag mehr. Man braucht ihn auch nicht mehr daran zu erinnern, dass er laufen kann. Er macht es einfach. An der Hand von Erwachsenen laufen macht er nur, wenn er auch Lust dazu hat. Sein Kindergartenkumpel hat über Wochen nichts anderes gemacht – lies einfach nicht los und hat fast den ganzen Tag eine der Erzieherinnen in Beschlag genommen. So klein und schon so verschieden.

Lauf, kleiner Wolf, lauf – wir sind hier an deiner Seite.