Nestbautrieb.

Mein Mann verdreht bestimmt inzwischen immer öfter die Augen, wenn ich wieder vom Kinderzimmer oder von der Wohnung anfange. Aber mit jedem Punkt von meiner (imaginären) Liste, den wir erledigen, kommen wir dem kleinen Wolf ein Stückchen näher. Meine Vorfreude auf diesen kleinen Menschen wächst und wächst. Ich höre noch immer machnmal mitten im Satz auf zu reden, weil der Kleine so rumpelt und ich mich dann erstmal ihm widme. Gestern habe ich zusammen mit meinem Mann eine Bettmaus ausgesucht und bestellt. Ich bin immer noch ein wenig mehr verliebt in ihn, wenn er sich nachts im Schlaf an uns kuschelt <3

Letzte Woche haben wir das Bett geholt und damit alle großen Teile beisammen. Glaube ich. Samstag sind zwei Babybörsen in der Gegend, da werde ich noch mal gezielt nach einigen Dingen schauen. Ich gehe schon jetzt sehr gerne in das zukünftige Kinderzimmer. Auch wenn es irgendwie immer rumpeliger dort wird, wenn ich versuche, es aufzuräumen. Es wird kein reines Kinderzimmer, zwei Regale mit Büchern und Kreativkrams bleiben dort stehen. Aber hier liegt schon alles bereit und wartet auf seinen endgültigen Platz. Genau wie wir auf den Wolf.

Was fehlt denn eigentlich noch?
+ Wickeltasche: Seufz. Eigentlich wollte ich so eine praktische Wickelunterlage mit Taschen an den Seiten, die ich dann in meine normale Tasche stecke. Dann bräuchte ich eine normale neue Handtasche. Meine geliebte Eastpak-Schultertasche ist inzwischen 10 Jahre alt und zeigt langsam Auflösungserscheinungen. Außerdem ist sie zu klein dafür. Wahrscheinlich werde ich je nach Anlass entweder meine Living Puppets oder meine George, Gina & Lucy Tasche mitnehmen. Erstere ist allerdings auch nicht sehr groß und letztere schon ohne Inhalt sehr schwer. Auf Dauer muss dann irgendwie doch noch was neues her. Wenn ich mich dann mal entscheiden könnte… Die So.oder.so-Taschen finde ich sehr hübsch – aber ich habs gerne etwas stabiler und mit Reißverschluss, wenn möglich. Schwieriger Fall.

+ Tragetuch: Nächste Woche will die Hebamme uns ein paar zeigen und dann werde ich noch mal genauer schauen. Vielleicht finde ich ja auch eins bei der Babybörse. Für die Ergobaby habe ich in der Buch einen Neugeboreneinsatz bestellt, mal sehen, ob der kleine Wolf das dann so mag.

+ Klamotten: Schlafsäcke habe ich noch nicht, genau wie Hosen in den kleineren Größen. Oder Jäckchen.

+ Kliniktasche: Joah, ist ja noch etwas hin… Aber es ist gar nicht so einfach, eine bequeme Hose zu finden, die mir passt. Und Schuhe zum Reinschlüpfen.

+ Kleinkram: Ich bin sehr in die KliKlaKleks-Drachenserie von Sigikid verliebt – vielleicht besorge ich davon noch ein Teil. Ein Dm- bzw Rossmann-Großeinkauf wirds wohl noch werden mit Windeln und so. Eine Babywanne. Windeleimer.

Es muss ja auch noch genug übrig bleiben, was ich im Mutterschutz machen kann. Bestellt habe ich gestern noch Bündchenstoffe, damit ich vielleicht tatsächlich noch ein paar Hosen selber nähen kann. Stoff liegt hier ja seit März, hüstel. Heute in einer Woche ist mein letzter Tag hier. Wobei ich wohl schon Montag früher gehe, um meine Stunden auf Null zu bekommen. Ich überlege noch, was ich dann für die Kollegen mache. Mini-Gugl habe ich lange nicht mehr gezaubert. Mal schauen.

Sport?!

Seit Oktober bin ich im Fitnessstudio in der Nachbarstadt angemeldet. Es gab dort ein Angebot, dass man bis Ende des Jahres kostenlos trainieren konnte und somit erst ab 2014 zahlen muss. Eigentlich wollte ich vorallem den Yogalates-Kurs besuchen. Es gibt hier in unserer Stadt auch ein Studio mit einem Yoga-Kurs. Der findet nur leider dann statt, wenn ich noch bei der Arbeit bin. Außerdem war es dort wesentlich teurer. Also habe ich nicht lange gefackelt und einen Vertrag über ein Jahr abgeschlossen. Zwei Jahre wären zwar günstiger gewesen, aber so bin ich immer noch flexibel. Den Vertrag pausieren zu lassen, wenn ich schwanger bin, ist auch kein Problem.

Eigentlich wollte ich ja nur den Kurs. Den einen. Tja, nun gehe ich 2-3x die Woche und tobe mich auch an den Geräten aus. Oder lande im Power Circle – Zirkeltraining an speziellen Geräten. Plus den Yogalates-Kurs. Welcher im Übringen meistens doch mehr Pilates ist. Huch, wie konnte mir das denn passieren? Ich besitze sogar eine Yoga-Matte für Zuhause und wenn ich dann am Wochenende Zeit habe, gehts jetzt eher noch mal für 30 Minuten auf die Matte, als direkt in den Sessel.

An meinem Körper habe ich bisher noch nicht wirklich Veränderungen bemerkt, meine Umgebung sieht das anders. Was ich aber schon merke – ich habe eine ganz andere Körperspannung. Sitze anders, bewege mich anders. Sofern das geht, ein Tag ohne Muskelkater ist inzwischen wirklich selten geworden. Aber es tut so gut! Im Studio selbst sind bis auf zwei Trainer nur Frauen. Es ist nicht sonderlich groß, aber dafür an den meisten Tagen ziemlich voll. (Jahresanfang und so.) Und auch wenn ich noch so einige Kilo zu viel auf den Rippen habe – an manchen Tagen mag ich meine Figur trotzdem sehr. Und alleine dafür hat sich das schon gelohnt, dorthin zu gehen. Ich fange an, mich und meinen Körper Stück für Stück zu akzeptieren und zu mögen. Weil wir das ja schließlich zusammen machen. Und ich merke, wie ich jedes Mal ein bisschen mehr schaffe. Das ist so toll.

November & Dezember 2013.

Das ging alles so schnell, ich habe nicht mal realisiert, dass der November vorbei war. Ich bin eigentlich auch noch nicht im Dezember richtig angekommen, da is er schon vorbei.

Worüber habe ich mich gefreut?
+ beim Bahnfahren Zeit für mich gehabt
+ viele Serienepisoden gesehen
+ über Weihnachten Zeit mit meinem Mann verbracht
+ tolle Geschenke
+ die Reaktionen auf unsere Geschenke
+ Andeutungen der Eltern und Schwiegereltern, dass doch Enkelkinder echt toll wären…
+ eine Wohnung, die für mich jetzt wirklich ein Zuhause ist
+ Kuschelstunden mit unserer Katze

Worüber habe ich mich geärgert?
+ freiwillige Arbeit als selbstverständlich hinzunehmen
+ Kollegen, die ihre eigene freie Zeit über meine freie Zeit stellen
+ über mich selbst, am 23. 12. mal eben kurz was einkaufen zu wollen. Mittags.

Weswegen war ich traurig?
+ die zweite Katze wieder abgeben zu müssen
+ die dritte Woche Schulung nicht antreten zu können
+ bei Freunden krank gewesen zu sein
+ nicht richtig in Weihnachtsstimmung gekommen zu sein
+ weil ich gemerkt habe, wie sehr meine Oma abbaut
+ nur ein Tag frei über Weihnachten

Was habe ich gebastelt/genäht/gekocht/gebacken?
+ Adventskalender für meine Eltern
+ eine Mütze für mich
+ Cheese Fries – so lecker
+ Kekse, Ausstechplätzchen und Crinkle Cookies
+ einen Kuchen im Kuchen
+ Baileys Cheesecake
+ Baileys Pralinen
+ Tiramisu & Apfeltraum
+ Cake Pops

Standesamt.

Um sechs klingelte endlich der Wecker. Wach war ich schon länger. Bis viertel nach hielt ich es noch aus, dann schlich ich mich in die Küche. Noch niemand dort. Hmpf. Einen Augenblick zurück und meine Duschsachen zusammen gesucht. Langsam regte sich der Rest. Ich hüpfte unter die Dusche und dann wurde gefrühstückt. Meine Haare stöhten schon jetzt leise. Trocken geföhnt – Locken gezaubert! Das dauerte dann auch so seine Zeit. Ich twitterte ein wenig, bekam Nachrichten vom Liebsten, dem es gar nicht gut ging. Da dachten wir noch, es wäre die Aufregung.

Nach meinen Haaren folgte das Make-Up und das Kleid. Als meine Schuhe geschnürt waren, konnte ich nicht mehr still sitzen und packte meine Tasche, räumte Dinge ins Auto und quatschte die anderen voll. Zum Glück fuhr das schwarze Brautauto bald los.

Vor dem Standesamt stand mein Liebster. Etwas blasser als sonst. Er gab mir den wunderschönen Brautstrauß und setzte sich noch kurz. Mit versammelter Manschaft ging es ins Rathaus. Die Standesbeamtin lotste uns ins Trauzimmer und bis alle auf den richtigen Stühlen saßen, dauerte es wieder in paar Minuten.

Über die Trauung an sich gab es im Nachhinein verschiedene Meinungen. Die Standesbeamtin sagte am Anfang, sie würde es nicht so bürokratisch machen wollen. Naja. Geht so. Dafür betonte sich mehrfach, wie schwer es doch sei, so eine Ehe aufrecht zu halten und wie anstrengend das doch alles ist. Möchte man an so einem Tag auch hören. Außerdem fragte sie wieder nach der kirchlichen Trauung, obwohl wir ihr das deutlich gesagt habe, dass es keine gibt. Immerhin hat sie noch ein hübsches Gedicht am Ende vorgelesen.

Während die Gratulationen der Familie begannen, raunte mir mein Ehemann zu, er müsse dringend raus, ihm sei so schlecht. Hmz. Ich blieb noch ein wenig bis alle ihre guten Wünsche losgeworden sind. Dann ging es vor das Standesamt und bei Sonnenschein gab es Sekt und Laugengebäck. Ein paar Bekannte waren noch aufgetaucht und gratulierten. Es gab zum Glück keine Aktionen von Kollegen oder Vereien. Der Liebste trank einen Becher Orangensaft und bekam die erste Runde an Medikamenten. Er fuhr recht schnell mit seiner Traumzeugin zu ins in die Wohnung und legte sich hin.

Der Rest blieb noch eine Viertelstunde, machte Fotos, bewunderte meinen Brautstrauß und genoss das Wetter. Wir waren in Weddingstedt bei einige Tropfen losgefahren – pünktlich zum Ja-Wort fing die Sonne an zu scheinen.

Die Häfte der Gäste fuhr mit zu meinen Eltern, dort wurde Spargelsuppe gegessen. Die Traumzeugin und mein „Gefolge“ machten sich auf den Weg in unsere Wohnung. Da wurde dann das Make-Up und die Haare neu gezaubert. Gleichzeitig schaute ich immer wieder nach meinem Mann, legte ihm ein nasses Tuch auf die Stirn und beobachtete, wie der Rest ihn mit Medikamenten zudröhnte. Die Fotosession am Deich haben wir ausfallen lassen. Gegen viertel nach Vier wurde ich hektisch ins Wohnzimmer gebracht, damit ich mein Kleid anziehen konnte. Da durfte ich auch erstmal nicht mehr raus. Dem Liebsten ging es besser und er machte sich mit Hilfe von seiner Trauzeugin sehr schnell hübsch. Kurz darauf waren sie auch schon auf dem Weg zur Feier.

Da saß ich dann, alleine im Wohnzimmer und mir wurde das erste Mal so richtig bewusst, dass ich jetzt seine Frau bin. Ganz und gar.

Meine Schwester kam, sammelte uns ein und wir fuhren zur Feier…

Zeit, die rennen möchte.

Wenn ich öfter bloggen würde, müsste ich jetzt nicht so viel auf einmal schreiben. Nun ja, was raus muss, muss raus.

#Frauenarzt: Am 31.10. war ich dort, um mir einen Termin und ein neues Rezept zu holen. Termin bekam ich dann schon für den 31.01. Ich ärgerte mich erst ein wenig, dass ich dann im Januar wieder Praxisgebühr zahlen müsste – das hat sich ja zum Glück erledigt. Die Wartezeiten auf Termine sind hier abolut normal, für dieses Jahr hätte ich nur noch einen vormittags bekommen können und dann sitze ich nun mal 30 km entfernt bei der Arbeit. Es gibt auch nur die eine Praxis, immerhin mit inzwischen zwei jungen Ärztinnen. Als ich das Rezept dann einlösen wollte, bekam ich erst mit, dass meine Internetapothele jetzt nicht mehr 12 € günstiger ist. Na toll. Gibt wohl mal wieder irgendein blödes Gesetz. In der Apotheke gefragt – „Ich hätte hier ein Reimport, ist 10 € günstiger… Oh, nicht verfügbar.“ Grml. Nun ja. Das hoffentlich letzte mal die vollen 74 € bezahlt. Der Plan ist, im Januar dann noch ein 3-Monatsrezept zu bekommen und dann… War es das erst mal. Hui. Ein-zwei-drei Monate darf mein Körper sich dann wieder auf ein Leben ohne Pille einstellen und dann werden wir ja sehen, was so passiert.

#Vertrag: Freitag habe ich meinen zweiten befristeten Vertrag unterschrieben. Damit bin ich jetzt bis zum 26.01.14 hier angestellt. Aus verschiedenen Ecken bekam ich zu hören, dass am im April vielleicht schon auf unbefristet umgestellt wird. Abwarten und Tee trinken. In die neue Abteilung komme ich dann zum Jahreswechsel.

#Hochzeit: Ich habe mit verschiedenen Menschen über die Standesamt-Situation hier gesprochen. Bei uns im Ort ist es wohl nicht so schön, von der Örtlichkeit her. Aber eigentlich wäre es doch schön und auch praktisch es hier zu machen. Mal sehen. Und zumindest im Nachbarort nehmen sie das mit der 6-Monats-Regal nicht so genau, sondern man kann sich schon gleich im Januar anmelden. Da muss ich hier noch mal nachfragen.

# Hochzeitskleid: Es wid wohl was Richtung Reifrock – mehr weiß ich noch nicht. Meine liebste Trauzeugin wird dann auch Reifrock und Walle-walle-Kleid tragen – und der Liebste erzählte, seine Mutter hätte dann auch gern etwas in die Richtung. Aww <3

#Babytraining: Unser Katzenbaby hält uns gehörig auf Trab und gewöhnt uns schon mal an Schlafunterbrechungen. Und ausschlafen am Wochenende, wenn die Kleine sonst um halb sechs morgen Futter bekommt? Niemals! Dann verhungert sie doch! (Da sollten wir uns noch was überlegen…)

#Weihnachten: Ich habe mich ein wenig mit meiner Brother beschäftigt und endlich die kleinen Pyramiden-Säckchen genäht, bei denen letztes Jahr die Maschine meiner Mama aufgegeben hat. So süß und so schnell gemacht. Mal sehen, wie viele ich davon noch fabriziere. Außerdem habe ich gestern noch ein paar Geschenke eingepackt und Ideen aufgeschrieben. Ich freu mich so sehr auf die nächste Zeit.

#WW: Ich habe mich jetzt dort online angemeldet und zähle fleißig Punkte. Einmal schwimmen die Woche gehe ich sowieso schon, eventuell werde ich bald wieder zum Training gehen und meine Rettungsschwimm-Fähigkeiten ein bisschen auffrischen. Dafür muss ich aber erst mal ein bisschen fitter werden, noch würde ich denen hinterherschwimmen. Aber das Ziel ist da und auch schon angesprochen. WW für sich klappt schon ganz gut. Am Anfang war es wie „Essen neu lernen“ – ich war so furchtbar verunsichert, was denn jetzt überhaupt in welcher Menge noch okay ist. Das lerne ich jetzt wieder. Oder überhaupt. Stück für Stück. Ich bin gespannt, wie das im Urlaub klappt, aber die fünf Tage sollte das auch gehen. Ich habe ja mein Hochzeitskleid als Ziel.

Noch etwas zur Überschrift: Es ist so ein Gefühl. Als wenn die Zeit neben mir auf der Stelle trippelt und nur losgelassen werden möchte. Aber jetzt darf bitte alles in gemäßigter Geschwindigkeit gehen. Ich möchte diese Zeit genießen. Mit dem Liebsten und unseren Familien.