3 Monate kleiner Wolf.

Lieber kleiner Wolf, jetzt bist du schon 3 Monate bei uns. Wie war es denn im letzten Monat so?

Arzt- bzw. Hebammenbesuche: Gab es diesen Monat nicht. Ich bekomme beim Rückbildungskurs zwar immer noch ein paar Gespräche zwischen der anderen Hebamme und den Teilnehmern mit, hatte aber bisher nichts, was ich noch fragen wollte.

Tagsüber: Wir beide entwickeln langsam einen Rhythmus zusammen. Ich stille dich morgens, stehe dann auf und pumpe die andere Seite ab. Du ratzt meistens dann noch 20-30 Minuten ohne mich. Anstatt in Windeseile aufzuräumen, frühstücke ich in Ruhe. Wenn noch Zeit bleibt, werfe ich meist Spül- oder Waschmaschine an. Irgendwann fängst du an zu brabbeln und zu quietschen. Ich kuschle mich wieder zu dir und gemeinsam schlafen wir noch mal. Dann geht’s ans Wickeln und ich hüpfe unter die Dusche. Mittags versuche ich, dich zu einem Mittagsschlaf zu überreden. Entweder in der Nonomo oder in der Babyschale, wenn ich einkaufe. Wenn dein Papa nach der Arbeit hier ist, schäkert ihr beiden erstmal. Das ist so schön anzusehen. Du redest dann mit ihm und lachst, lachst, lachst.

In den Nächten: Wir haben Stillabstände von 2-5 Stunden. Das ist ganz verschieden.

Stillen: Wir entwickeln gerade etwas längere Abstände. Jedenfalls fühlt sich das so an. Dafür trinkst du dann meist nur eine Seite und grinst mich schelmisch an, wenn du fertig bist. Wenn du hungrig bist, zeigst du das jetzt immer öfter mit seiner Zunge. Du streckst sie leicht raus und machst Saugbewegungen.

Unterwegs: Ein absolutes Tragebaby bist du. Bis jetzt gab es keinen weiteren Kinderwagen-Versuch, dafür einige Ausflüge mit der Ergo und der Emei. Letzte Woche warst du sogar einige Zeit wach und hast dir begeistert das Treiben bei Ikea aus der Trage angeschaut. Dafür sabberst du jetzt ordentlich die Träger an und ich werde mir noch die Gurtschoner bestellen.
Autofahrten gehen noch immer super – selbst die 500 km nach Köln. Das ist wirklich angenehm.

Gelernt: Du hörst gar nicht mehr auf zu lachen. Und brabbelst dabei ohne Ende. Kleine Grinsebacke! Du kannst dir jetzt gezielt die Hände in den Mund stecken. Gerne auch meine Hand oder das Spucktuch. Da wird gesabbert und gekaut – zu wenig Kraft im Kiefer hast du jedenfalls nicht. Auf dem Rücken auf dem Wickeltisch liegen geht nur noch mit Socken – sonst schiebst du dich nach oben. Du machst immer wieder Versuche dich zu drehen – würdest du es länger als ein paar Minuten auf dem Boden aushalten, könntest du das auch öfter üben. Aber Fußboden ist ja langweilig. Im Bett klappt das mit dem Drehen schon ab und an – vorallem, wenn ich zu weit weg liege.

Familie: Du hast hier alle fest im Griff – egal wo wir sind. Deinem Uropa gefiel letzte Woche besonders deine kleine Latzhose. Es ist, als wenn wir alle auf dich gewartet hätten. Und so schön. (Dafür muss ich Dinge oft mehrfach erzählen, weil deine Oma und dein Opa nur Augen für dich haben und mir nicht zuhören…)

Kleiderkiste: 62 ist jetzt deine Größe. Ein paar Teile in 56 passen noch, aber deine langen Beine passen besser in 62. Nach drei Windelexplosionen in zwei Tagen sind wir auf Windelgröße 3 umgestiegen. Gestern habe ich tagsüber die letzten 2er verbraucht. Die gNappies habe ich jetzt auch schon 2x genutzt, mal sehen, wie sich das so entwickelt. Ansonsten haben wir hier in Größe 3 Pampers Baby dry, die Rossmann-Eigenmarke und eine Packung von Aldi, die es auch zu Weihnachten gab. (Windeln sind ja echt eine Wissenschaft für sich, bis man da mal durchsteigt…)

Wir mit dir: Wie war das noch, bevor du hier warst? Ich weiß das gar nicht mehr. Du bist ein bezaubernder kleiner Mensch – auch wenn du uns manchmal innerhalb von zwei Tagen alle vollspuckst. Inklusive Oma und Opa. Du bist das Beste, was uns passieren konnte.

Vor einem Jahr hast du dich auf den Weg gemacht – 3 Monate dürfen wir dich jetzt schon auf dem Arm halten. <3 IMG_1677.JPG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.