1 Monat kleine Harley.

Unglaublich, wie schnell dieser Monat verging. Es fühlt sich an, als ob du schon ewig bei uns bist – aber trotzdem ist noch viel so neu.

Arzt- bzw. Hebammenbesuche: Die U3 ist nächste Woche, mal sehen wie groß du dann bist. Zugelegt hast du auf jeden Fall schon ordentlich.

Die Hebamme kommt auch erst in zwei Wochen wieder.

Tagsüber: Wir stehen mit deinem Papa auf. Also ich – du schläfst dann noch etwas länger in unserem Bett. In der Zeit mache ich deinen Bruder und mich fertig. Wenn du nach mir rufst oder wir fertig sind, Ziegen wir dich an und wickeln dich. Dann binde ich dich ins Tragetuch und wir laufen zum Kindergarten. Dabei schläfst du meistens wieder ein und wächst erst 1-2 Stunden später wieder auf. Wir stillen und kuscheln bis wir deinen Bruder wieder abholen. Das verschläfst du auch meistens. Egal wie laut die Kinder um uns rum sind.

In den Nächten: Abends gehst du mit uns ins Bett – ab 18/19 Uhr möchtest du bitte nur noch stillen und auf mir liegen. Im Bett liegst du mit unter meiner Decke. Schlafsack habe ich bisher noch gar nicht ausprobiert. 3-4 Mal weckst du mich. Ich lege dich auf die andere Seite von mir, du trinkst und wir schlafen weiter.

Stillen: Du trinkst meist sehr schnell – dafür aber auch oft wieder. Am Anfang tat es wieder ordentlich weh, aber das war schnell vorbei. Zu viel Milch hatte ich bisher auch nicht, abgepumpt habe ich noch nicht. Nur morgens spannt es teilweise, wenn du etwas länger geschlafen hast. Ich muss allerdings etwas mehr darauf achten, genug zu essen und zu trinken, damit ich auch genug Milch für dich habe.

Unterwegs: Vormittags ist alles super, da magst du alles. Gegen Abend möchtest du einfach nur noch auf mir liegen, da wird auch Auto fahren etwas anstrengend. Du hast schon jetzt länger in der Babywanne des Kinderwagens geschlafen als dein Bruder. Das Meer habe ich dir auch gezeigt jetzt. Du hast das natürlich verschlafen.

Gelernt: Ein paar Töne hören wir jetzt ab und zu – das ist echt niedlich. Du bist super kitzelig und grinst im Traum so oft. Aus dem Fenster schauen magst du sehr gerne und wenn du im Tuch bist, schaust du gerne an der Seite raus oder deinen Bruder an.

Familie: Wir waren schon auf einer Familienfeier und dort hast du so zufrieden bei vielen auf dem Arm geschlafen. Es ist so schön zu sehen, wie du als neuer Mensch für unserer Familien für Entzückung sorgst.

Kleiderkiste: 50 ist jetzt langsam zu klein und die ersten Bodys von Primark sind auch schon bereit aussortiert zu werden. Mal sehen, was von den geschenkten Klamotten dann wirklich noch passen wird.

Wir mir dir: Alltag war so schnell wieder da – ich kann mir kaum vorstellen, wie es ohne dich war. Du bist jetzt erst einen Monat alt – und doch schon einen Monat bei uns. Wahnsinn. Wie sich liebe einfach verdoppelt. Für dich und deinen Bruder <3

Vorbereitungen.

Letzte Woche begann für uns die Hochzeitszeit so richtig. Sonntag bekam ich die Schlüssel für das Vereinsheim. Montag war mein letzter Arbeitstag und ich bastelte bis spät in die Nacht Fledermäuse für den Brautstrauß. Am Dienstag sind wir das erste Mal im Vereinsheim gewesen und haben die Tische so gestellt, wie wir es haben wollten und die ersten Rollen Tischpapier verbraucht. Grunddeko und die ersten von vielen Kerzen wanderten schon auf die Tische. Von dort packten wir noch 4 Stehtische ein und brachten sie zu meinen Eltern. Am Mittwoch sollte dort der Polterabend statt finden – dafür habe wir die Garage mit zwei Bierzelt-Garnituren versehen und Lichterschläuche aufgehängt. Tische wurden ein wenig dekoriert – es war schnell so, wie es geplant war.

Am Mittwoch dann den Liebsten zur Schule gefahren, einen Monstereinkauf ohne Kaffee bzw Frühstück gemacht und mit dem Dessert begonnen. Es wurden 46 Gläschen mit kaltem Hund, 32 mit Oreo-Cheesecake und noch mal 27 kleine Oreo-Cheesecakes, die ich mit Mini-Oreo als Boden in Mini-Muffinförmchen gebacken habe. Danach den Liebsten abgeholt und das Dessert zum Vereinsheim gebracht.

Gegen fünf waren wir dann bei meinen Eltern – verteilen Getränke und warteten dann auf die Gäste. Für den Polterabend, der nun folgte, gibt es einen eigenen Eintrag. An dem Abend brachten unsere Fotografen noch den Hintergrund für die Fotobox mit und lagerten ihn zusammen mit Riesenkartons Pompoms im Vereinsheim.

Am nächsten Tag holte uns mein Vater gegen elf ab – da hatte ich schon mit den Vorbereitungen für das Apfeltiramisu begonnen. Zurück zu meinen Eltern und aufgeräumt. Viel war zum Glück nicht mehr zu tun, wir hatten nachts noch die Flaschen alle in die Garage geräumt. Zwei Kisten Leergut weggebracht und die restlichen Kisten ins Vereinsheim. Apfeltiramisu-Zeit. Während ich den Kuchen gebacken habe, zauberte ich 40 Gläschen Apfeltraum fertig. Oben drauf kamen ein paar Zuckerstreuselfledermäuse. Alle eingepackt, Restdeko ins Auto verfrachtet und los ging es zum Vereinsheim. Dort warteten Traumzeugin und ihr Freund schon auf uns. Es gab viel zu tun. Die restlichen Tische wurden mit Tischpapier verschönert. Mehr Kerzen schmückten die Tische und die Fensterbänke. Die Fotoecke nahm Gestalt an. Pompoms hingen von den Decke. Sektgläser standen bereit. Der Met wurde aufgereiht. Luftballons aufgepustet. Fledermausgirlanden aufgehängt. Der Geschenketisch dekoriert. Fledermäuse an die Säulen geklebt. Zwischendrin fuhr ich zur Wohnung, zauberte aus einem durchgebrochenen Kuchen mit Ausstechförmchen Fledermäuse und klebte sie mit rotem Zuckerguss auf den Kuchen. Den Rest Zuckerguss über den Kuchen gekleckst. Das sah so viel besser aus. Damit und mit dem Kompressor zurück zum Vereinsheim. Die Traumzeugin verabschiedet, die die Kleider abholen fuhr und bei sich auf mich wartete. Der Liebste und ich beseitigten die letzten Kleinigkeiten und dann wurde er auch abgeholt, um den Abend mit seiner Trauzeugin und einem Freund bei uns zu verbringen. Skylander spielen und Nägel lackieren…

Bis die DJs mit Aufbau, Soundcheck und Absprachen fertig waren, verging auch noch etwas Zeit. Um viertel nach zehn trennten wir uns vor dem Heim und ich sammelte Zuhause noch schnell die Dinge ein, die ich für den nächsten Tag brauchen würde. Mein Vater holte mich ab und fuhr mich zur Traumzeugin. Dort wurde noch fleißig Haarschmuck und Autoschleifen gebastelt. Es gab Pizza und ich kam langsam runter. Alles was jetzt nicht fertig war, war halt so. Gegen eins schlief ich ein…